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22 Januar 2011, 17:54

Russland wird die Kornkasten der Welt füllen

Russland wird die Kornkasten der Welt füllen

Russland hat trotz der Naturkataklysmen alle Möglichkeiten zum führenden Spieler auf dem Lebensmittelmarkt der Welt zu werden. Zu diesem Schluss kommen viele führende russische und ausländische Experten.

Russland hat trotz der Naturkataklysmen alle Möglichkeiten zum führenden Spieler auf dem Lebensmittelmarkt der Welt zu werden. Zu diesem Schluss kommen viele führende russische und ausländische Experten. Das bestätigt unter anderem die breite Beteiligung Russlands an der landwirtschaftlichen Ausstellung „Grüne Woche“, die in Berlin verläuft. Daran nehmen Firmen aus fast 30 russischen Regionen teil.

Russland hat ein großes Potential, sagen Fachleute. Der Staat besitzt ein Zehntel des Ackerbodens der Welt, ein Fünftel der Süßwasservorräte und eine große Basis für die Produktion von Mineraldüngern. Gerade diese Kennziffern können dem Staat den Platz eines Schlüsselspielers auf dem Markt der landwirtschaftlichen Erzeugnisse sichern. Das bekräftigte der stellvertretende Vorsitzende des Staatsduma-Ausschusses für Agrarfragen Nikolaj Charitonow in seinem Interview für „Stimme Russlands“.

Russland hat alles dafür, um 500 Millionen Menschen zu ernähren. Dafür muss man natürlich unsere Ressourcen, in erster Linie den Ackerboden, sachkundig, gescheit nutzen. Man muss Mineraldünger rechtzeitig und in erforderlicher Menge verwenden. Man muss jene Methoden des Ackerbaus verwenden, die die Fruchtbarkeit des Ackerlandes beibehalten und verstärken werden“.

Die Effektivität der Bodennutzung ist eines der Hauptprobleme. Ein erfolgreiches Agrarbusiness kann in Russland nur bei einer gründlichen Berücksichtigung der Besonderheiten der klimatischen Zonen existieren. Deshalb braucht man ein Programm der Bestimmung der empfohlenen Kulturen für jede einzelne Region. Das System der Prioritäten im Bereich der Getreideproduktion muss flexibler werden“, fügte der Generaldirektor der Produktionsfirma „Unigrane“ Alexej Djumulen in seinem Interview für „Stimme Russlands“ hinzu.

Wir müssen uns mit der Selektion und der Entwicklung von klimatisch standhaften Kulturen, solchen wie Mais, Soja und Raps gründlicher befassen. Man muss unser Getreidegleichgewicht diversifizieren, das heißt es auf die Produktion von Mischfutter umstellen, von dem die Fleischproduktion abhängt. Wir müssen in die Modernisierung von unseren verarbeitenden Branchen investieren.“

Der Sommer 2010 wurde zu einer ernsten Prüfung für viele Lebensmittelproduzenten der Welt. Mehr noch. Analytiker unterstreichen, dass die Naturkataklysmen und die Folgen der Klimaänderung in Zukunft zur Umverteilung der Kräfte unter den Produzenten führen können. Russland hat in dieser Hinsicht einen großen Vorteil – das sind große Territorien, die die Möglichkeit für ein Manöver geben“, sagte Nikolaj Haritonow.

Das riesengroße Territorium der Russischen Föderation erlaubt zweifellos in jedem klimatisch unangenehmen Jahr, wenn die Wetterlage schwer ist, eine gute Ernte einzubringen. Man kann sagen, dass Russland die Möglichkeit hat gleichsam eine garantierte Ernte zu haben“.

Experten kamen bei der Einschätzung der gegenwärtigen Situation zum Schluss, dass der Agrarindustriekomplex trotz der Dürre im Sommer 2010 standhielt und die Modernisierung der Produktion beginnt. Auch die Exportstruktur ändert sich – russische Erzeugnisse mit einem hohen Verarbeitungsgrad nehmen schon ihre Nische auf dem Weltmarkt ein.

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