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22 Dezember 2011, 14:24

WikiLeaks sorgt für Skandal

WikiLeaks sorgt für Skandal

Die 2010 entstandene Webseite „WikiLeaks“ ist im Jahre 2011 zu einer der wichtigsten Quellen für Skandale geworden.

Die 2010 entstandene Webseite „WikiLeaks“ ist im Jahre 2011 zu einer der wichtigsten Quellen für Skandale geworden. In einigen Ländern stieß ihre Tätigkeit auf einen harten Widerstand seitens staatlicher Behörden, während zahlreiche Gerichtsverfahren gegen den WikiLeaks-Gründer für heftige und gemischte Reaktionen in der Öffentlichkeit sorgten.

Nach der Entstehung des Portals „WikiLeaks“ und ähnlicher Webseiten sei nicht nur die Freiheit sondern auch die Wahrheit zum wichtigsten Wahrzeichen des Internets geworden, meint der Direktor für Geschäftsentwicklung der Gesellschaft „Grotesk“ Alexander Wlassow:

„Dies ist eine Demonstration der äußersten Offenheit, und das Internet ist eben für diesen Zweck bestimmt. Früher war das ein Vorrecht gedruckter Medien. Allmählich geht diese 'Wachhund'-Funktion an das Internet über. Darunter auch an solche Ressourcen wie 'WikiLeaks'.“

Diese Webseite sollte auch den Blinkpunkt auf das Problem der Cybersicherheit verändern. Der Mythos über Hacker als Hauptgefahr für elektronische Datenbanken existierte ziemlich lange. Im Fall von 'WikiLeaks' wurden die skandalösesten Informationen nicht von einem anonymen Hacker, sondern von einem einfachen US-Soldaten gestohlen. Bradley Manning, der zu geschlossenen Pentagon-Datenbanken Zugang hatte, konnte Hunderte von geheimen Dokumenten auf CDs brennen und sie an WikiLeaks-Mitarbeiter überreichen. So viele geheime Informationen hätten keine Hacker stehlen können. Davon ist Alexander Wlassow überzeugt:

„Die Entstehung dieser Ressource hat die These vieler Experten bestätigt, dass die meisten Abflüsse in jedem Informationssystem infolge interner Abflüsse geschehen. Es gibt immer einen Mitarbeiter, der jeweilige Informationen aufgrund verschiedener Ursachen an die Konkurrenz, an gegnerische Geheimdienste oder solche Ressourcen wie zum Beispiel 'WikiLeaks' weitergibt.“

Die meisten auf 'WikiLeaks' veröffentlichten Informationen berührten die Außenpolitik der Vereinigten Staaten. Laut diesen Angaben sollen die Nato-Kräfte den Krieg verlieren, während Angriffe der Taliban zunähmen und zivile Opfer unter der Bevölkerung um das Mehrfache größer wären, als es in Medienberichten heißt. Im Internet wurde auch der geheime Briefwechsel zwischen US-Diplomaten veröffentlicht, wo es undiplomatische Aussagen gegenüber anderen Ländern gab. Die Veröffentlichung dieser Dateien sollte das Ansehen der Vereinigten Staaten in der internationalen Arena wesentlich untergraben. Eben deswegen würden sie jetzt versuchen, eine Reihe von Gesetzentwürfen zu verabschieden, die das Internet kontrollieren sollten, meint der Außenpolitik-Experte des Zentrums für politische Konjunktur Jewgenia Wojko.

„Die Vereinigten Staaten haben sich tatsächlich an die Unterdrückung Andersdenkender und die Vereitelung von Versuchen, die US-Führung oder die US-Außenpolitik zu diskreditieren, aktiv gemacht. Am Anfang konnte man bemerken, dass Barack Obama und Hillary Clinton eine gute Miene zum bösen Spiel zu machen versuchten, indem sie sich gerechtfertigt und gesagt haben, dass diese Unterlagen mit der Wahrheit nicht zu tun hätten.“

Der Skandal um das Webportal „WikiLeaks“ wird wohl dessen Gründer Julian Assange am meisten betroffen haben. 2012 könnte er aus Großbritannien nach Schweden ausgeliefert werden, wo er wegen Vergewaltigung angeklagt wird. Bradley Manning droht entweder Todesstrafe oder lebenslängliche Haft.

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