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8 August 2012, 16:02

In Syrien „getöteter“ russischer General tritt vor die Presse

In Syrien „getöteter“ russischer General tritt vor die Presse

Überraschendes Ende: Ein russischer General a.D., der laut syrischen Rebellen bei Damaskus getötet worden sein soll, ist am Mittwoch in Moskau höchstpersönlich vor die Presse getreten. Russische Diplomaten und Militärs werfen den Assad-Gegnern Lügen und Provokation vor.

Der Sensationsbericht des Senders Al-Arabija, ein russischer General sei in Syrien getötet worden, löste am Mittwoch eine Welle von Dementis aus. Ein Beamter des russischen Außenministeriums sagte der Agentur Itar-Tass, der russische Staatsbürger Wladimir Kuschejew habe zwar zuvor in Syrien gearbeitet, befinde sich derzeit jedoch in Moskau. Die Medienberichte über seinen Tod nahe Damaskus entsprächen nicht der Wahrheit: „Das ist ein weiteres Beispiel für den Medienkrieg, den die syrischen Rebellen und ihre Drahtzieher führen, um ihre Ziele zu erreichen, die von den Interessen des syrischen Volkes weit entfernt sind“.

Ein offizielles Dementi kam auch vom russischen Verteidigungsministerium. Die Medienberichte über den angeblich getöteten General seien „Lügen“ und „Provokation“: „Solche ‚Enten‘ werden seit Jahren immer wieder nach dem gleichen Muster erfunden“. General Wladimir Kuschejew habe im Jahr 2010 seinen Armeedienst quittiert und befinde sich derzeit in Moskau, so das Verteidigungsministerium.

Schließlich trat auch der angeblich getötete General in Moskau vor die Presse. Er sagte: „Ich danke allen Medien für ihre Aufmerksamkeit. Rein menschlich war es mir aber sehr unangenehm, von meinem vermeintlichen Tod in Syrien zu hören. Ich bin wohlauf und lebe in Moskau. Als General außer Dienst verstehe sich aber, dass es bei diesen Berichten um eine Provokation nicht nur gegen mich persönlich handelt, sondern vor allem gegen mein Land“

Syrische Rebellen hatten am Mittwoch behauptet, ein russischer General sei westlich von Damaskus erschossen worden. Er sei im Auftrag des Assad-Regimes in „Morde an Zivilisten“ verwickelt gewesen. Der Sender Al-Arabija zeigte einen Ausweis, der dem angeblich getöteten General gehört haben soll. Alle Angaben im Ausweis sind in arabischer Schrift. Mit lateinischen Buchstaben wurde der Name als Kojai oder Kojaiv wiedergegeben.

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