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24 August 2012, 16:41

Die Frau, die Angela Merkel aus dem Kanzleramt jagen will

Die Frau, die Angela Merkel aus dem Kanzleramt jagen will

Die Publizistin Gertrud Höhler (CDU) (71) macht seit gestern mit ihrem Skandalbuch "Die Patin" Furore. Unter anderem arbeitete Sie als Beraterin für Helmut Kohl, der als Ziehvater von Angela Merkel gilt. Am Donnerstag hat sie ihr neues Buch "Die Patin" in Berlin vor der Presse verteidigt und verlangt mit ihrem Buch das Ende des Systems Merkel.

Die Publizistin Gertrud Höhler (CDU) (71) macht seit gestern mit ihrem Skandalbuch "Die Patin" Furore. Unter anderem arbeitete Sie als Beraterin für Helmut Kohl, der als Ziehvater von Angela Merkel gilt. Am Donnerstag hat sie ihr neues Buch "Die Patin" in Berlin vor der Presse verteidigt und verlangt mit ihrem Buch das Ende des Systems Merkel. In ganz Deutschland wird ihr Buch als ein Tabubruch betrachtet. Sie repräsentiert die alte Garde der CDU, die ihre Partei nicht mehr erkennt, seitdem die Frau "ohne Leidenschaft", die "Alphawölfin im Schafspelz aus der trüben Ostkulisse" die Parteiführung der CDU aufgenommen hat.

Deutschland geht in die Diktatur. In ihrem neuen Buch hat sie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, die Demokratie in Deutschland zu bedrohen. "Man weiß nicht, ob die Kanzlerin eine Demokratin sei. Die Bundesrepublik befinde sich derzeit auf einer Vorstufe hin zum totalitären Unrechtsstaat" sagte sie vor den Journalisten. Die Journalisten lachen nicht und verfolgen eher ernsthaft die Buchvorstellung.

"Alle roten Linien wurden bisher überschritten". Die von Merkel vorangetriebene Euro-Rettung hat Gertrud Höhler scharf kritisiert, weil die die parlamentarischen Regeln verletzt und Andersdenker aus der Politik unter Druck gesetzt hat. "Das Parlament wird immer öfter übergangen und wir haben keine Unterschiede mehr unter den Parteien. Seitdem Angela Merkel Deutschland leitet, läuft alles auf immer mehr Staat und immer weniger Freiheit hinaus. Dies könne man auch in Diktaturen beobachten", sagte die Literaturwissenschaftlerin.

Ihr Buch ist ein Zeichen für die Wähler, die in einem Jahr wählen werden. Damit will sie die Gesellschaft bewegen, mehr an eigene Initiative zu gewinnen, anstatt an die Normen des Systems Merkel weiter beizutragen. "Mein Buch ist ein Weckruf. Wer Normen und Werte einer demokratischen Gesellschaft zur Manövriermasse macht wie Angela Merkel, der arbeitet am Zerfall der Demokratie.

Das System M etabliert eine leise Variante autoritärer Machtentfaltung, die Deutschland so noch nicht kannte." Dabei scheut die Buchautorin nicht den indirekten Vergleich mit Hitlers Nationalismus und dem ostdeutschen Kommunismus und entsetzt ein paar Journalisten im Raum. Seit 2006 wird Angela Merkel "die Mutter" genannt. Dies ist auch ein weiteres M zu der Liste von Gertrud Höhler, den man beitragen könnte.

Die Buchautorin ist nicht die Einzige, die sich beschwert. Aus ihrer Betrachtung heraus sieht sie, dass Angela Merkel die ganze Macht an sich gezogen hat. "Sie ist vor allem an der Macht interessiert. Und zwar in ganz Europa". Mehrere Zeitungen schreiben über die Germanisierung Europas. Zeitungen aus Polen, aus England, aus Griechenland, aus Spanien, aus Italien und jetzt aus Frankreich, stellen die Bundeskanzlerin mit einem Hitler Schnurrbart dar oder kritisieren ihre Machtführung. Deutsche Betrachter sind auch dieser Meinung, da Angela Merkel die Parteien marginalisiert und geht mit Nonchalance im Umgang mit dem Bundestag, mit Verfassungsgarantien, mit Rechtsnormen und ethischen Standards. Der Rechtsanwalt Koeppel der als Kind in Hitlers Deutschland groß geworden ist, sagte schon vor etwa 4 Jahren bei einer Tagung über Familienrecht: "ich bin froh die Bundesrepublik in schöner Zeit erlebt zu haben. Heute bin ich alt und ich möchte nicht sehen, was auf uns zukommt." Der Anwalt ließ es auch andeuten, dass Deutschland sich nicht in einem Rechtsstaat bewegte.

Für Gertrud Höhler sollen wir die Eigenschaft von der Bundeskanzlerin aus ihrer Vergangenheit holen, wo sie Erfahrungen in der DDR aus dem Unrechtsstaat, wie die Überlebenstechniken aus der Diktatur, gelernt hat. "Es sei wie in einem Gemischtwarenladen. Produkte, die nicht gehen, würden aus dem Angebot genommen. Produkte der Konkurrenz, die besser laufen, würden kopiert. Die Kanzlerin sehe sich als Anbieterin in einem Meinungsmarkt, wo die Kundengunst über den Marktwert der Ware entscheide. Was Politik anbietet, sind aber nicht Waren. Es sind Entwürfe für Lebensqualität, soziale Sicherheit und Entfaltungsrechte“.

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