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21 August 2013, 17:54

Die „chemischen Alpträume" des Fernsehsenders Al-Arabiya

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STIMME RUSSLANDS Die syrische Regierung hat die Berichte über den angeblichen Chemiewaffeneinsatz durch die Regierungstruppen als "total falsch" bezeichnet. Darüber, dass bei einem Großangriff auf Rebellenhochburgen im Umland der syrischen Hauptstadt Damaskus auch Giftgas eingesetzt wurde, hat heute der arabische Fernsehsender "Al-Arabija" berichtet. Seinen Angaben nach sind beim Angriff 280 Menschen getötet worden. Später gab der Nachrichtensender in seinem Twitter die Zahl der Toten mit 500 an. Nach Angaben des Senders wurde der Angriff von den Regierungstruppen durchgeführt. Dabei wurden Boden-Boden-Raketen eingesetzt.

Syriens staatliche Nachrichtenagentur Sana schrieb: "Die TV-Kanäle, die an dem Blutvergießen in Syrien und der Unterstützung des Terrorismus beteiligt sind, veröffentlichen diese Berichte, die frei erfunden sind, um das Team, das den Einsatz von Chemiewaffen untersuchen soll, abzulenken und somit den Erfolg seiner Mission zu verhindern."

Al–Arabija wurde schon mehrmals der Fälschung der Fakten, Lügen und Provokationen überführt. Die jüngsten Meldungen des Nachrichtensenders über den Chemiewaffenangriff rufen ernsthafte Zweifel hervor. Es ist schwer vorzustellen, dass die regierungstreuen Truppen die Chemiewaffen bei einem Großangriff gegen die Aufständischen in der Umgebung von Damaskus einsetzten. Praktisch alle Militärexperten sind sich darüber einig, dass das nur ein Irrer tun könnte, der beschlossen hat, seine eigenen Soldaten und Zivilisten in den Tod zu schicken.

Es ist wichtig, dass die Meldungen gerade in dem Moment kamen, als ein Team von UN-Experten seine Arbeit in Allepo begonnen hat, sagt der Experte der Wirtschaftshochschule in Moskau, Leonid Issaew.Die UN-Experten sind in Syrien am 18. August eingetroffen, um Fälle von möglichem Chemiewaffeneinsatz zu untersuchen. "Al-Arabija" gewährleistet nach Meinung von Issaew nicht nur die Informationsunterstützung, sondern sponsert auch die Rebellen der Opposition.

"Al-Arabija und andere Nachrichtensender, die die Rebellen unterstützen, werden nun versuchen, einen negativen Informationshintergrund für die Regierungstruppen zu schaffen. Sie werden die Lügen unterbreiten, um die Arbeit des UN-Expertenteams zu beeinflussen."

All das scheint eine großangelegte Provokation zu sein, sagt der MGIMO-Professor Veniamin Popow.

"Man kann nicht ganz auszuschließen, dass die Rebellen selbst Chemiewaffen einsetzten, um dann die Regierungstruppen dafür verantwortlich zu machen. Es ist rein absurd zu vermuten, dass die Regierung während der Arbeit des UN-Expertenteams im Land Chemiewaffen gegen die Aufständischen einsetzt."

Die UN-Experten werden drei Regionen inspizieren, darunter auch die Umgebung von Allepo, wo noch im Frühjahr C-Waffen zum Einsatz gekommen sind. Von dem C-Waffeneinsatz in Syrien haben Großbritannien, Frankreich und die USA gesprochen. Die US-Regierung machte dafür die regierungstreuen Truppen von Assad verantwortlich.

Die russischen Experten haben dann bewiesen, dass gerade die Rebellen die selbstgebastelten Granaten mit C-Waffen eingesetzt hatten. Das hat noch im Juni der russische Außenminister Russlands Sergej Lawrow erklärt.

 

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