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10 Oktober 2013, 17:00

BND und Bundeswehr kämpften gegen Sowjetunion in Afghanistan

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STIMME RUSSLANDS Am Dienstag hat das ZDF eine sensationelle TV-Dokumentation gezeigt. Getarnte BND-Agenten und Angehörige einer Spezialeinheit der Bundeswehr haben im Auftrag der Bundesregierung gegen die sowjetischen Truppen in Afghanistan gekämpft.

Die Ausstrahlung des Dokumentarfilms „Unser Krieg. Kampfeinsatz in Afghanistan“ stellt die bisherigen Kenntnisse auf den Kopf. Als humanitäre Helfer getarnte Agenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) sowie eine Spezialeinheit der Bundeswehr hatten andere Ziele als zuvor vermutet. Bislang war es bekannt, dass die Agenten der geheimen Operation „Sommerregen“ zur Spionage und Erbeutung sowjetischer Militärtechnik nach Afghanistan geschickt wurden. Doch die verschwiegene Wahrheit zur Regierungszeit von Helmut Schmidt und dessen Nachfolger Helmut Kohl wirft einen Schatten auf den deutschen Einsatz. Bei der geheimen Operation kam es zu Gefechten.

Der Filmbericht zeigt einen ehemaligen Soldaten, der anonym über seine Erfahrungen während des afghanisch-sowjetischen Krieges erzählt. Unter anderem verrät er, die Bundeswehr-Angehörigen haben nicht nur mit den Mudschaheddin kooperiert, sondern auch bei ihnen gewohnt. Solche Kontakte haben es den deutschen Einheiten in Afghanistan ermöglicht, näher an die Rotarmisten zu kommen. Er bestätigt auch die Information, die bis jetzt nur als eine unglaubliche Vermutung galt. Die Angehörigen der Bundeswehr haben auf sowjetische Soldaten geschossen, um „von den Mudschaheddin als gleichwertige Partner wahrgenommen zu werden“.

Die ZDF-Dokumentation erzählt über fehlende Ausrüstung der Deutschen und das Verbot sowjetische Soldaten in Gefangenschaft zu nehmen. Es wird auch erläutert, dass es nicht bekannt ist, ob dabei Bundeswehr-Angehörige gefallen sind. Ob sowjetische Soldaten von ihnen getötet wurden, bleibt auch unklar. Nach Angaben ehemaliger Mitarbeiter, so die Welt am Sonntag, „habe der jährliche Etat für den Einsatz 250.000 Deutsche Mark betragen“.

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