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28 November 2013, 13:52

Was wird die Erde 2014 vernichten?

Was wird die Erde 2014 vernichten?

STIMME RUSSLANDS Die Prophezeiung der Maya hat sich als haltlos erwiesen. Alle Kometen und Meteoriten, vom Tschebarkul-Meteoriten abgesehen, sind an der Erde vorbei geflogen und haben sie heil und unversehrt gelassen. Dürfen wir nun endlich ruhig aufatmen? Pustekuchen! Für 2014 werden uns gleich zwei Varianten von Weltuntergang angeboten…

Für diejenigen, die es vergessen haben sollten, handelt es sich um die Apokalypse, die den Mythen und Sagen eines längst ausgestorbenen Volkes entnommen wird (2014 sind nun die alten Wikinger an der Reihe, uns mit dem nahen und unabwendbaren Ende Angst einzujagen), aber auch um einen “kosmischen“ Weltuntergang (laut Prognosen würde alles Seiende entweder durch eine Säurewolke oder durch eine Wolke von kosmischem Staub, Wissenschaftler sind sich dessen einstweilen noch nicht ganz sicher), welche aus dem Zentrum der Galaxis kommt und alles auf ihrem Weg vernichtet. Wie dem auch sei, aber den Feind muss man dem Ansehen nach kennen.

Variante 1

Ragnarök. Den 22. Februar 2014

Der Kulturwissenschaftler Wadim Schtscherbakow erzählt:

„Der 22. Februar wird sich von allen vorherigen und nachfolgenden Tagen durch nichts unterscheiden. Massenmedien versuchen, um dieses Datum den gleichen Rummel entstehen zu lassen, der wegen der ‚Prophezeiung der Maya’ bestanden hat. In der Tat ist in den Mythen von Ragnarök, was häufig als ‚Götteruntergang’ übersetzt wird, keine einzige Erwähnung eines konkreten Datums enthalten. Ja mehr noch, wenn man dennoch die Ereignisse beachtet, welche dem deutsch-skandinavischen Weltuntergang vorausgehen, und sie mit den laufenden Ereignissen vergleicht, so wird einem klar, dass es nichts anderes als eine Spekulation ist. Im Sammelband der altisländischen Lieder über Götter und Helden der skandinavischen Mythologie ‚Die junge Edda’ und ‚Die alte Edda’ wird von einem ‚Fimbulwinter’, einem dreijährigen Riesenwinter, gesprochen, der dem Ragnarök vorausgehen soll. Jedoch ist es, wie wir alle bemerkt haben, innerhalb der letzten drei Jahre dennoch zu keinem Saisonwechsel gekommen…“

Zumindest hat es in Russland in diesem wie auch im vorigen und vorvorigen Jahr einen Sommer gegeben. So dass Ragnarök uns der Idee nach nicht drohen soll. Obwohl wer weiß es schon? Vielleicht ist es den Menschen in einigen Ländern nicht gelungen, heiße Julitage zu genießen, und sie sind einer größeren Gefahr ausgesetzt, als wir...

Variante 2

Eine todbringende Säurewolke am 1. Juni 2014

Was eine riesige, 16 Millionen Kilometer große Säurewolke von einem Schwarzen Loch betrifft, die mit enormer Geschwindigkeit aus dem Zentrum der Galaxis auf uns zufliegt, so wird sie uns laut Angaben des amerikanischen Observatoriums „Chandra X-ray Observatory“ schon am 1. Juni 2014 erreichen und die gesamte Zivilisation vernichten. Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt, dass diese „Wolke“ alles zerstört, was ihr im Wege steht: sowohl Planeten, als auch Sterne und Asteroiden. Das heißt, dass es unmöglich ist, sich davor zu retten. Erfreuliche Perspektiven wären es. Interessant, wie rasch sich der Prozess der Vernichtung unserer Welt vollziehen wird. Schenkt man den Informationen dieses Observatoriums Glauben, so gleich die Geschwindigkeit der „Wolke“ der Lichtgeschwindigkeit. Im Grunde genommen würden wir es nicht einmal schaffen, uns zu erschrecken, und es nicht einmal begreifen, dass wir bereits tot sind. Russische Wissenschaftler glauben an eine solche Perspektive jedoch nicht.

Der Astrophysiker Michail Odinzow erklärt der STIMME RUSSLANDS zuversichtlich:

„Um genau zu sein, muss ich darauf hinweisen, dass das ObservatoriumChandra’ seine ‚Entdeckung’ schon 2005 gemacht hat. Damals wurde von ihnen tatsächlich von einer riesengroßen Emission der Substanz aus einem supermassiven Schwarzen Loch berichtet, der größten, die seit dem Bestehen der Beobachtungen nur festgestellt werden konnte. Doch damit enden auch die Fakten. Zur Emission ist es in der Ansammlung von Galaxien MS 0735+7421 gekommen, die sich von uns in einer Entfernung von 2,5 Milliarden Lichtjahren befinden. Und selbst wenn man theoretisch annimmt, dass sich die Säurewolke mit Lichtgeschwindigkeit bewegen kann, was unmöglich ist, denn sie verfügt über eine Masse und die sonstigen Faktoren, die es nicht erlauben, solche Geschwindigkeiten zu entwickeln, so wird uns diese ‚Wolke’ in einer sehr, sehr fernen Perspektive erreichen. Beträgt doch ein Lichtjahr ungefähr zehn Billionen Kilometer. Multipliziert man die Entfernung von 10.000.000.000.000 Kilometern mit 2.500.000.000 Lichtjahren, so kann man ausrechnen, wann die ‚Wolke’ zu uns kommt.“

Also wird sie uns bis Anfang Juni ganz bestimmt nicht erreichen… Dabei warten doch alle voller Ungeduld darauf, dass sich wenigstens eine der Prophezeiungen, egal, ob wissenschaftlich oder mythologisch, bewahrheitet… Es geht doch nicht, dass man die ganze Zeit etwas verspricht und beträgt. Sonst werden wir bald schon keiner Neuheit vom Weltuntergang Glauben schenken.

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