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2 Januar 2014, 13:11

Tod von Palästinas Botschafter in Prag: Rätselraten um explodierten Safe

Tod von Palästinas Botschafter in Prag: Rätselraten um explodierten Safe

STIMME RUSSLANDS In Prag ist am 1. Januar der Botschafter von Palästina, Jamal Al Jamal, infolge einer Explosion in seiner neuen Residenz ums Leben gekommen. Ein Safe, der mehr als 20 Jahre nicht geöffnet worden war, explodierte nach dem Öffnen. Die Hintergründe dieses seltsamen Vorfalls werden untersucht.

Der Safe, dessen Explosion zum Tode des palästinensischen Botschafters in Tschechien geführt hatte, war in den letzten 20 bis 25 Jahren nicht geöffnet worden. Nach Medienangaben wurde er aus der alten diplomatischen Vertretung in die neue Residenz gebracht, in die der Botschafter Jamal Al Jamal erst vor zwei Tagen umgezogen war.

„Der Botschafter wollte herausfinden, was in dem Safe war. Er öffnete ihn und ließ seine Frau Papier und Schreibgerät holen, um den Tresorbestand zu beschreiben. Kaum hatte die Frau das Zimmer verlassen, kam es zur Explosion“, teilte der Außenminister des Staates Palästina, Riad Al-Malki, mit. Der Zwischenfall wird mit Unterstützung einer Expertendelegation aus Palästina weiter untersucht.

Zuvor war berichtet worden, der palästinensische Botschafter in Tschechien sei bei einer Explosion in Prag verletzt worden. „Zur Zeit der Explosion waren der Botschafter und seine Familie im Haus“, hieß es. Der Botschafter sei verletzt worden, näheres zum Zwischenfall sei bisher nicht bekannt, so der Mitarbeiter. Das angegriffene Haus des Diplomaten befindet sich in Suchodol, dem sechsten Bezirk der Hauptstadt.

Bei der Explosion in der palästinensischen Botschafterresidenz handelt es sich nicht um einen Terroranschlag, so viel ist bereits klar. Dies erklärte die tschechische Polizei in einer offiziellen Stellungnahme. Als Ursache der Explosion sei der unsichere Umgang mit Sprengstoff nicht auszuschließen.

Botschafter Jamal Al Jamal war nach der Explosion am Mittwoch schwer verletzt ins Zentrale Militärspital in Prag eingeliefert worden. Kurz danach wurde der Tod des 56-jährigen Diplomaten gemeldet.

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