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23 Januar 2014, 23:19

Russland und Palästina werden ihre Beziehungen festigen

Russland und Palästina werden ihre Beziehungen festigen

STIMME RUSSLANDS Der russische Präsident Wladimir Putin und der Regierungschef Dmitri Medwedjew haben am 23. Januar die Verhandlungen mit dem Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas durchgeführt, der in Moskau zu einem Arbeitsbesuch weilt.

Im Mittelpunkt standen die Nahostregelung, der Syrien-Konflikt sowie die Entwicklung von bilateralen Beziehungen in verschiedenen Bereichen. Der russische Gasriese Gazprom erwägt Erschließung des Festlandsockels im Mittelmeer in der Nähe des Gazastreifens und ist bereit, in dieses Projekt eine Mrd. US-Dollar zu investieren. Bei den Gesprächen wurden viele wichtige Dokumente unterzeichnet.

Machmud Abbas gratulierte Wladimir Putin zu seinen Erfolgen auf der internationalen Arena und äußerte die Hoffnung, dass Moskau eine Schlüsselrolle in der Nahostregelung spielen wird. Der russische Staatschef hob einen besonderen Charakter der bilateralen Beziehungen hervor:

"Die Beziehungen zwischen Russland und Palästina beruhen auf einem festen historischen Fundament. Wir unterhalten politische Kontakte zu der Frage der palästinensischen Regelung sowie zur Lage in der ganzen Region. Auch auf der internationalen Arena arbeiten wir sehr eng zusammen. Es muss noch Vieles für die Entwicklung der handelsbezeihungen getan werden. Ich freue mich darauf, ein breites Spektrum der bilateralen und internationalen Beziehungen zu besprechen."

Der Palästinenserpräsident erklärte seinerseits, das Russland eine Großmacht, ein Mitglied des Nahostquartetts und ein freundlich gestimmter Staat sei, das seine nationalen Interessen in der Region habe. Mahmud Abbas ist die Meinung, dass Russlands Einfluss in den Beziehungen mit vielen arabischen Staaten gefragt sei, die zurzeit von Krisenerscheinungen erschüttert seien.

„Wir sind glücklich, heute politische Erfolge Russlands zu sehen, wir freuen uns über ein großes politisches Gewicht, das Russland besitzt, insbesondere im Kontext der beiden Syrien-Friedenskonferenzen, der Vernichtung syrischer Chemiewaffen und der Vereinbarungen zum iranischen Atomproblem. Wir begrüßen die Tatsache, dass Russland eine zentrale Rolle im Nahen Osten zukommt.“

In der letzten Zeit haben die Seiten ihre Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen aktiviert. So wird Russland in diesem Jahr eine zwei Millionen Dollar schwere Mehlpartie nach Palästina liefern. Es werden die Möglichkeit der Obst- und Gemüselieferungen aus diesem Land sowie der Bau einer Konservenfabrik in Palästina geprüft. Doch noch größere Plänen werden im Energiebereich geschmiedet. Die Fördersvolumen werden auf ca. 30. Mrd. Kubikmeter Gas pro Jahr geschätzt. Das gesamte Projeket wird eine Milliarde Dollar kosten. Außerdem ist Russland bereit, am Bau eines Wärmekraftwerks mit einer Gesamtleistung von 200 Megawatt im Westjordanland teilzunehmen. Mit der Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen wird sich eine hochrangige Arbeitsgruppe beschäftigen, die bereits gebildet wird.

Nicht weniger aktiv entwickeln sich die Beziehungen im humanitären Bereich. In Betlehem wird ein Kultur-und Geschäftszentrum gebaut, dass dann den Einwohnern der Stadt übergeben wird. Russische Fachleute sind auch bereit, an der Sanierung des historischen und religiösen Zentrums Betlehem teilzunehmen.

Am 23. Januar wurde bekannt, dass in Betlehem am 1. September die erste russische Schule seit 1917 eröffnet wird. Das Projekt wird mit finanzieller Beteiligung Russlands und unter Schirmherrschaft der russischen Kaiserlichen Palästina-Gesellschaft umgesetzt.

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