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13 April 2014, 08:45

Dunkle Seite der USA: Sterilisation zwecks Verkleinerung der Erdbevölkerung

Dunkle Seite der USA: Sterilisation zwecks Verkleinerung der Erdbevölkerung

STIMME RUSSLANDS Fiktive Pandemien, Gesetze über die zwangsweise Vakzinierung als Vorbereitungen auf die allgemeine Sterilisation der „überflüssigen“ Erdbevölkerung. Im Jahre 1989 wurde das bis dahin geheime „Memorandum-200“ freigegeben, das 1974 von Henry Kissinger, damals Berater für Staatssicherheit der USA, verfasst worden war. Sein Thema lautete das Bevölkerungswachstum in der Welt und dessen Auswirkungen für die Sicherheit der USA und deren Interessen im Ausland.

Kissinger schlug Maßnahmen zu einer bedeutenden Verringerung der Bevölkerung vor und schrieb: „Die Welt hängt immer mehr von den mineralischen Liferungen aus den Entwicklungsländern ab, und wenn der rasche Bevölkerungszuwachs ihre Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung und den sozialen Fortschritt verletzt, so kann die entstehende Instabilität die Bedingungen für die erweiterte Produktion und die Aufrechtherhaltung des kontinuierlichen Stroms solcher Ressourcen untergraben.“

Um den Vormarsch zu einer Populationsstabilität maximal zu beschleunigen, schlug der Verfasser vor, dreizehn Entwicklungsländer aus den ressourcenreichsten Gebieten unseres Planeten, Indien, Bangladesh, Pakistan, Nigeria, Mexiko, Indonesien, Brasilien, die Philippinen, Thailand, Ägypten, die Türkei, Äthiopien und Kolumbien, zu beachten. „Memorandum-200“ schlug eine entschiedene Verkleinerung der Bevölkerung dieser Länder vor, was die USA befähigen würde, ihre Bodenschätze auszubeuten.

Man begann damit, Kissingers Geheimplan unverzüglich in die Tat umzusetzen. Die Sterilisation wurde in Lateinamerika in den 1980er und 1990er Jahren zum populärsten Verhütungsmittel. Zu Beginn der 1990er Jahre nahm das Gesundheitsministerium Brasiliens die Untersuchung von Meldungen über die massenweise Sterilisation von brasilianischen Frauen auf. Es stellte sich heraus, dass sich ungefähr 44 Prozent aller brasilianischen Frauen im Alter von 14 bis 55 Jahren regelmäßig hatten sterilisieren lassen. Die Sterilisation wurde von verschiedenen Organisationen und Agenturen vorgenommen, von denen nur wenige brasilianisch waren. Die Internationale Föderation für Familienplanung, die amerikanische „Pathfinder Foundation“, die Assoziation für freiwillige chirurgische Kastration, der Internationale Familiengesundheitsschutz, sie alle haben unter der Schirmherrschaft der Agentur für internationale Entwicklung des State Departements der USA (USAID) gewirkt. Gegen 1989 erklärte die brasilianische Regierung, die ursprünglich ein überzeugter Verfechter dieses Programms gewesen war, welches durch Bekämpfung der Armut motiviert wurde, der USAID gegenüber, dass die Sterilisationsprogramme „übermäßig und unnötig“ geworden seien. Laut einigen Mitteilungen sollen in ihrem Rahmen nahezu 90 Prozent aller brasilianischen Frauen mit afrikanischen Wurzeln sterilisiert worden sein.

Nach Angaben der Regierungskommission für die Menschenrechte Perus sei im Zeitraum von 1995 bis 2000 eine Massensterilisation in den ärmsten Gegenden dieses Landes vorgenommen worden, wobei als Motiv ebenfalls die Überwindung des Elends benutzt worden sei. In einigen Jahren seien mehr als 300.000 Frauen und rund 24.000 Männer sterilisiert worden. Für die Sterilisation wurde mit Hilfe von Flugblättern, Poster und Funkmeldungen geworben, in denen Peruanerinnen „Glück und Wohlergehen“ versprochen wurden. Die Politik der Massensterilisation hat dazu geführt, dass in einigen Landesteilen von Peru eine demographische Krise und als ihre Folge ein wirtschaftlicher Rückgang zu verzeichnen war. Nach Angaben von Rechtsschützern seien in den 90er Jahren Hunderte von Frauen und Männern aus armen Bevölkerungsschichten gegen ihren Willen sterilisiert worden. Ursprünglich wurde die Kampagne für die Massensterilisation in Peru von den Amerikanern (von der USAID) freigebig finanziert, doch nachdem 1998 in führenden amerikanischen Zeitungen Beiträge über die gewaltsame Sterilisation in Peru erschienen waren, wurde ihre Finanzierung aus den staatlichen Fonds der USA eingestellt.

Seit 2011 ist in Ruanda eine großdimensionale Sterilisation aufgenommen worden, die 700.000 Männer erfasst. Das Programm ist für drei Jahre ausgelegt und wird von der USAID hundertprozentig finanziert. Die Kampagne ist natürlich freiwillig, doch „jedes Mal wenn eine Sterilisationskampagne in größeren Maßstäben vorgenommen wird, führt dies unausbleiblich zum Zwang“, stellte Stephen Mosher, Präsident des amerikanischen „Instituts für Bevölkerungsstudien“, fest. Er vertritt die Ansicht, dass „die Auswirkungen für das Leben der Familie und die Entwicklung der Wirtschaft Ruandas hinreichend spürbar sein“ würden und dass es die „beste Methode“ sei, die AIDS zu verhindern. Dabei hat er „vergessen“, dass die Gesetze der USA die Finanzierung von zwangsweisen Abtreibungen oder Sterilisation verbieten.

Das wären nur einzelne Beispiele dafür, was mit der Bevölkerung in verschiedenen Ländern der Welt geschieht. Es ist ein offenes Geheimnis, dass in allen Zeiten beliebige Mittel beim Krieg um die Ressourcen als zulässig anerkannt werden konnten, ganz besonders, wenn der rasche Bevölklerungszuwachs, wie Herr Kissinger meint, die Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung der entwickelten Industriestaaten behindert. Man sollte jedoch dessen eingedenk sein, dass die zwangsweise Sterilisation als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt worden ist, falls sie großdimensional und systematisch zur Anwendung gelangt. Und sie fällt in die Jurisdiktion des Internationalen Strafgerichtshofes.

 

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