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3 Mai 2014, 14:50

Putins Pressesprecher redet Tacheles mit dem Westen

Putins Pressesprecher redet Tacheles mit dem Westen

STIMME RUSSLANDS Nach der Eskalation der Gewalt mit Dutzenden Toten im Südosten der Ukraine sagt der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, bei einer Pressekonferenz in Moskau, sehr deutliche Worte. Er schreckt nicht vor Worten wie „Verbrecher“ und „Junta“ zurück und hält die Reaktion des Westens für absurd und zynisch. Weder Russland noch irgendein anderes Land können auf die Bewohner des Südostens der Ukraine, die ihr Leben bedroht fühlen, mehr einwirken, erklärte der Pressesekretär des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, am Samstag gegenüber Journalisten in Moskau.

Seinen Worten zufolge ist es unmöglich, die Entwaffnung der Menschen vor dem Hintergrund der Bedrohung seitens Radikaler, Nationalisten und bewaffneter Kräfte einzustellen, die verbrecherische Befehle ausführen und die eigene Bevölkerung töten.

Der russische Präsident Wladimir Putin erhalte faktisch rund um die Uhr Informationen über die Ereignisse im Südosten der Ukraine. Die entsprechenden Behörden legten Putin Berichte über die Lage vor, außerdem schöpfe er Informationen aus Mitteilungen in den Medien. In den letzten 24 Stunden habe Moskau Tausende Anrufe entgegengenommen. Die Menschen seien verzweifelt und bäten um Hilfe und sprechen von der ungeheuerlichen Situation, die dort entstanden ist, merkte Peskow an.

Seinen Worten zufolge ist Putin äußerst besorgt darüber, wie sich die Situation entwickelt und wie sie von der Weltgemeinschaft interpretiert wird. Er ist empört über die Handlungen der Kiewer Behörden, die man nur als verbrecherisch bezeichnen kann. Der Präsident trauert um diejenigen, die in Folge der Handlungen des Regimes in Kiew ums Leben gekommen sind.

Kiew und seine westlichen Sponsoren provozierten das Blutvergießen in der Ukraine und trügen die direkte Verantwortung dafür. Moskau verstehe, dass es praktisch unmöglich ist, die ukrainische innenpolitische Krise ohne Dialog mit den europäischen Partnern beizulegen, aber Russland könne nicht allein Auswege aus der Krise suchen.

Peskow betonte, Russland zweifle vor dem Hintergrund der Erklärung der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton tief an der Bereitschaft und dem Wunsch, einen adäquaten Dialog zu führen. Sie hatte am Freitag mitgeteilt, in der Ukraine sollte das Monopol des Staates auf Gewaltanwendung eingehalten werden.

In Moskau verstehe man nicht, von welchen Wahlen am 25. Mai in der Ukraine der Westen und Washington nach der Strafaktion und militärischen Handlungen sprechen können, das sei absurd. Das sei unmöglich, besonders nach den Ereignissen in Odessa und nachdem Kiew die Spirale der verbrecherischen Konfrontation gegen das eigene Volk im Südosten des Landes herauf gedreht habe, betonte Peskow.

Die Behörden in Kiew sind verantwortlich für die Verbrechen in Odessa, ihre Hände sind blutbesudelt, so Peskow weiter. Aber auch der, der die Kiewer Junta für legitim halte, werde ein Verbrecher, betonte er. Die Strafaktion im Südosten des Landes zu rechtfertigen, ist seinen Worten zufolge zutiefst zynisch. „Faktisch rechtfertigen unsere Kollegen im Westen damit die vielen Morde, die wir jetzt beobachten“, merkte der Pressesekretär an.

Die letzten Ereignisse im Südosten der Ukraine zeigen die Richtigkeit der Entscheidung Moskaus bezüglich der Krim. „Im Grunde verstehen wir jetzt, wie gerechtfertigt und richtig die Handlungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin und der Russischen Föderation sowie der Bevölkerung der Krim waren, die den Willen geäußert hatte, sich Russland anzuschließen“, betonte Peskow.

Hätte Putin nicht eine entschlossene Position eingenommen und hätten die Bewohner der Krim nicht für die Angliederung gestimmt, würde es auf der Krim jetzt genauso ein Blutvergießen geben.

Der Westen drohe Russland täglich mit Sanktionen statt Stellung zu den Verbrechen zu nehmen, die im Südosten der Ukraine begangen werden, und angesichts des schrecklichen Verbrechens in Odessa Mitleid zu bekunden, schloss Peskow. Er merkte an, dass „solch eine Situation unverständlich und unannehmbar ist und zur weiteren Vertiefung des Konflikts in der Ukraine führt“.

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