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30 Juli 2014, 15:43

Was kostet der israelische Konflikt?

Was kostet der israelische Konflikt?
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STIMME RUSSLANDS Ist es möglich, Israel zu beschönigen?

Jeden Tag bekommen wir unangenehme Nachrichten aus dem Nahen Osten. Auf dem heiligen Boden, der die Heimat für alle awraamischen Religionen ist, werden jeden Tag Menschen, darunter auch Kinder, getötet. Es handelt sich um ein Blutbad, in dem das zivilisierte Israel auf Kriegsfuß mit palästinischen Kindern steht. Man kann oft viele Fotos aus Gaza in den sozialen Netzwerken sehen, die wörtlich Fotos von zerstückelten Kindern zeigen. Kann das normale Menschen kalt lassen?

Seit Studentenjahren erinnere ich mich daran, wie einige Professoren über Israel wie ein zivilisiertes Land sprachen. Jetzt verstehe ich, dass das nichts mit der Wahrheit zu tun hatte, sondern eine israelische Propaganda in Russland war. Diese Gehirnwäsche wird nicht nur in Russland durchgeführt, sondern in vielen anderen Staaten, sogar in den demokratischen Staaten Europas. Heutzutage ist Europa Opfer der Informationskampagnen der pro-israelischen Lobby, die ihre Position mit dem Spekulieren über die tragische jüdische Geschichte zu schützen versucht. Es scheint, dass in Frankreich das Gleiche passiert.

Stimuliert die französische Regierung den Antisemitismus, wenn es nötig ist?

Die Zeitschrift "Economist" meldet, dass sich die französische Regierung darum bemüht, dass in Frankreich der Antisemitismus populär wird. Der französische Präsident hat sogar ein außerordentliches Treffen mit Vertretern der jüdischen, christlichen, muslimischen und buddhistischen Gemeinschaften Frankreichs einberufen. Bei dem Treffen geht es um die zunehmenden antisemitischen Stimmen und die Rowdyhandlungen gegenüber jüdischen Anstalten bei den Protestaktionen gegen die israelische Gaza-Operation.

Am 20. Juni gingen 3.000 Demonstranten in Paris auf die Straßen, obwohl es von den Behörden verboten wurde, und protestierten gegen die israelische Operation in Gaza. Die Demonstranten setzten die israelische Flagge und ein naheliegendes Geschäft für koschere Lebensmittel in Brand. Außerdem warfen die Demonstranten Steine auf die Polizisten, die die Demonstranten auseinanderzuknüppeln versuchten.

Die wutentbrannten Demonstranten, deren Geduld von den Behörden vermutlich auf die Probe gestellt wurde, erreichten den jüdisch besiedelten Bezirk in Paris. Kurz darauf wurden Molotow-Cocktails eingesetzt. Massenmedien zufolge griffen die Demonstranten bald eine Synagoge an.

Die Beschönigungsmethode von israelischen Überschreitungen und der Druck auf die Anderen gleichen sich überall.

Nach dem Treffen mit Präsident Hollande gaben sich die Leiter von jüdischen und muslimischen Gemeinschaften die Hände.

Unterdessen fangen einige unterschiedliche Organisationen in Frankreich an, den israelischen Genozid in Gaza zu beschönigen. Der Vertretungsrat der jüdischen Institutionen in Frankreich meldete, dass die antisemitischen Aktionen noch gefährlicher werden.

Es sei auch betont, dass es 2013 weniger antisemitische Verbrechen als 2012 gab, so die Gesellschaft für den jüdischen Gemeinschaftsschutz. Sogar eine solche Organisation existiert in Frankreich. Vielleicht müssen die Juden irgendwie besonders geschützt werden, nicht so wie alle anderen Bürger. Und wenn Muslime ihre eigene Selbstorganisation schaffen wollen, werden sie für Parallelgesellschaftsbildung kritisiert.

Die "Economist" informiert über die drohenden Zahlen von jüdischer Emigration aus Frankreich, 2013 verließen etwa 3.289 Juden Frankreich. Es scheint, dass die Aktionen für die Bedrohung der Europäer von möglicher Unterstützung der palästinensischen Bevölkerung und der Missbilligung der israelischen Operation in Gaza ganz gut schematisiert wurden.

Nach Experteneinschätzungen sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung Frankreichs Muslime und nur ein Prozent Juden.

Es ist unmöglich, die Empörung zu verbergen

Unterdessen sind auch Menschen im benachbarten Großbritannien über die israelischen Aktionen in Gaza empört. Fast in allen europäischen Staaten sind Demonstrationen entweder geplant oder schon durchgeführt wurden. Die Menschen wollen den Abbruch des Krieges gegen die Zivilbevölkerung in Gaza. Deswegen erheben eigentlich die Vertreter der Parallelgesellschaften die Stimmen in europäischen Staaten, die als Lobby der israelischen Interessen dienen, obwohl sie Pässe anderer Staaten haben. Sie sprechen unbegründet von Antisemitismussteigerung, obwohl die Statistik etwas Umgekehrtes zeigt. Und was in Paris passierte, war nur möglich, weil die empörten Menschen ein Verbot für die Demonstration bekamen.

In Russland wird das alles gleich durchgeführt

Jewgeni Satanowski, Präsident des Institutes für Nahoststudien, machte im Wesentlichen die Hamas dafür verantwortlich, was in Gaza jetzt passiert. Israel, das die Kinder in Gaza tötet, sei vermutlich nicht schuldig.

Im Interview für "Rossiya 24" sagte Herr Satanowski, dass Gaza ein Hamas-Opfer geworden sei.

Aber es ist nicht klar, ob Israel, das im Laufe von vielen Jahren Gaza absperrt, eine Gutnachbarpolitik durchführt. Israel behindert oft die Zuführung der Hilfe für palästinische Kinder.

Die Meinungsäußerungen des Präsidenten vom Institut für Nahoststudien bleiben nicht immer im Rahmen des nahöstlichen Themas, aber sie entsprechen den israelischen Interessen ganz gut.

Herr Satanowski zeigte seine ablehnende Haltung zu den Möglichkeiten, dass tschetschenische Jungen jetzt kostenlos in der Türkei ausgebildet werden können. Er sagte, dass die Türkei traditionell durch türkische ethnische Gruppen im Kaukasus gearbeitet habe. Im Wesentlich lastete Herr Satanowski einigen ethnischen Gruppen Vaterlandsverrat an.

Herr Satanowski deutete darauf hin, dass diese Studenten nach der Ausbildung in der Türkei den türkischen Interessen im Kaukasus dienen werden. Unterdessen hat er offengelegt, dass seine pro-israelischen Meinungsäußerungen den russischen Interessen nicht dienen.

Wie viel bezahlen die Palästinenser für den israelischen Genozid in Gaza?

Im Laufe der letzten zehn Jahre wird die Zahl der Palästinenser, die von Israel getötet wurden, auf mehr als 5.000 geschätzt. Die Zahl von verlorenen Einkommen beträgt etwa 40 Milliarden Dollar, Israel vernichtete 20 Millionen Quadratmeter Agrarland. Mehr als 1,7 Millionen von vier Millionen Menschen in Gaza wurden Flüchtlinge.

Nach den Experten betrug die Zahl von verlorenen Möglichkeiten gegen die Absperrung von Israel in den letzten 20 Jahre 12 Trillionen Dollar. Die Zahl der Menschen, die in Armut leben (die wenıger als zwei Dollar pro Tag verdıenen) belief sich zwıschen 1998 und 2006 auf mehr als 60 Prozent und beträgt über eine Million Menschen. Seit dieser Zeit verschlechterte sich die Situation.

 

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