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2 August 2014, 14:11

Ukraine am Rande einer humanitären Katastrophe

Ukraine am Rande einer humanitären Katastrophe

STIMME RUSSLANDS Russland hat die Uno, die OSZE und das Internationale Rote Kreuz aufgerufen, humanitäre Missionen im Südosten der Ukraine zu schaffen. Bisher hat keiner reagiert. Die Weltgemeinschaft erkennt ebenso wie die Kiewer Macht die kritische Situation im Südosten der Ukraine nicht an. Anstatt einer Antwort auf ihre Bitte um Hilfe hören die Bewohner der Gebiete Donezk und Lugansk nur neuen Beschuss.

Zerstörte Krankenhäuser und Wohnhäuser, Zigtausende Flüchtlinge und Hunderte Verletzte. In den Apotheken mangelt es an Medikamenten, die Geschäfte sind praktische leer. In der Zone der Kampfhandlungen leben die Menschen ohne Gas, Strom und Wasser. Mit jedem Tag verschlimmert sich die Situation im Südosten der Ukraine nur, wo seit April eine Strafoperation seitens der Kiewer Macht im Gange ist. Der Beschuss dauert an, die Zahl der Opfer wächst.

Der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, appellierte an die UNO, die OSZE und das Internationale Rote Kreuz, humanitäre Hilfe für die Bewohner des Südostens der Ukraine zu organisieren. In der entstandenen Situation sei die Mitwirkung aller internationalen und gesellschaftlichen Organisationen erforderlich, betonte der russische Außenminister. Konkret sagte er Folgendes:

„Die humanitäre Katastrophe in den Gebieten Lugansk und Donezk ist offensichtlich. Von dort fliehen die Menschen, vor allem nach Russland, aber manche auch in andere Gebiete der Ukraine. Jene, die nach Russland kommen, erzählen, was sie Schreckliches erlebt haben, wie Kinder, Greise, Frauen leiden. Auf dem Territorium der Russischen Föderation erhalten sie die notwendige Hilfe. Hilfe wird auch den ukrainischen Militärangehörigen erwiesen, die manchmal, nachdem sie verwundet wurden, um Hilfe bitten. Wir tun es. Dann kehren sie zurück. Ich weiß nicht, wohin: wieder in die Reihen der Armee, der Nationalgarde oder ins friedliche Leben? Doch alle Flüchtlinge aus der Ukraine erhalten im Gebiet Rostow und in den anderen Regionen Russlands die ganze erforderliche Hilfe. Sie erzählen, dass viele einfach nicht aus Donezk und Lugansk wegfahren können. Dort liegen Kinder in Krankenhäusern. Sie brauchen dringend medizinische spezialisierte Hilfe, aber sie können diese nicht bekommen.“

Die humanitäre Situation in der Ukraine wurde in dieser Woche in Russland auf höchster Ebene erörtert. Der Leiter des Rats für Menschenrechte, Michail Fedotow, übergab Präsident Wladimir Putin einen Sonderbericht über die Lage der ukrainischen Flüchtlinge und jener, die auf dem Territorium des bewaffneten Konflikts bleiben. Man müsse unverzüglich die Frage ihrer Evakuierung entscheiden, erklärte Michail Fedotow und fuhr fort:

„Wir haben uns wegen der kranken Kinder, die medizinische Hilfe brauchen, an die ukrainischen Behörden gewandt. Leider antwortet uns keiner. Schweigen. Man wundert sich nur! Wie das? Es geht um Kinder! Es geht um eine humanitäre Aktion. Überhaupt werden in allen zivilisierten Ländern im Fall einer Gefahr zuerst die Kinder gerettet. Und Bombenangriffe - sind sie etwa keine Gefahr?“

Ungeachtet aller Tatsachen haben die Kiewer Behörden eine dritte Welle der Mobilmachung unter der Bevölkerung eingeleitet. Die Mütter und Frauen der Soldaten wehren sich dagegen. Sie haben buchstäblich die Wehrkreiskommandos besetzt und blockieren Straßen. Sie verlangen, ihnen ihre Söhne und Männer zurückzugeben. Rentner demonstrieren gegen die Preissteigerungen bei Lebensmitteln und den Kommunaltarifen.

Die ukrainische Regierung reagierte mit der Einführung einer sogenannten Militärsteuer. Nun werden 1,5 Prozent von Lohn und Gehalt für die Bedürfnisse der Armee und für die Fortsetzung der Strafoperation im Südosten abgeführt. Das aber bedeutet, dass es neue Opfer unter der friedlichen Bevölkerung geben wird.

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