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5 August 2014, 10:57

Militärexperten befürchten Alien-Aggression

Militärexperten befürchten Alien-Aggression

STIMME RUSSLANDS Eine eventuelle außerirdische Einmischung gehört zu den Faktoren, die die nationale Sicherheit Russlands gefährden könnten. Zu diesem spektakulären Schluss gelangen zwei renommierte Militärexperten. In einem Gastbeitrag für die russische Wochenzeitung „WPK“ beschäftigen sich Professor Juri Podgornych, Mitglied der Akademie für Militärwissenschaften, und Dozent Wassili Dolgow mit aktuellen Bedrohungen für Russland. Überraschenderweise zählen nach Ansicht der Autoren auch mögliche Gäste aus anderen Welten dazu.

Die Analyse beginnt trocken mit militärischen, wirtschaftlichen und politischen Bedrohungen für die nationale Sicherheit. Die Experten erwähnen beispielsweise die Nato-Osterweiterung, die Entstehung neuer Atommächte, die sinkende Rolle der Vereinten Nationen und so weiter. Dann werden Demografie-, Umwelt-, Cyber- und weitere Bedrohungen aufgelistet – insgesamt 18 Kategorien. Die letzte davon heißt „ufologische Bedrohungen“.

Die Autoren schreiben: „Die Bedrohung Nr. 18 kann zwar befremdend wirken. Mittlerweile haben sich aber zahlreiche (Hunderte oder gar Tausende) Berichte über unbekannte Objekte und verschiedene Ankömmlinge angehäuft. Diese Ankömmlinge sollen die Menschheit in eine Art Reservat verwandelt haben. Ufos werden nicht nur in der Luft gemeldet, sondern auch auf See und unter der Erde.“

Weiter heißt es im Artikel: „Zahlreiche Forscher aus verschiedenen Ländern weisen darauf hin, dass die Herkunft dieser Ufos und ihre Ziele vorerst unbekannt sind. Es steht auch nicht fest, ob sie Freunde oder Feinde sind. Die Berichte über die Kommunikation mit unbekannten Objekten und sogar mit deren Besatzungen bestätigen, dass die Konsequenten äußerst beklagenswert sein können. Für die Menschen wären das Brandwunden, Blindheit, Lähmungserscheinungen, Bewusstlosigkeit, Strahlungsschäden, Gedächtnis- und psychophysiologische Störungen, aber auch Entführungen mit weiteren Experimenten. Auch technische Störungen werden gemeldet.“

Die Schlussfolgerung der Autoren lautet: „Die Welt steht vor der Grenze, wo die ufologische Sicherheit an Bedeutung gewinnt, und zwar neben weiteren Komponenten sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Es wäre ja sinnlos, gegen den Terrorismus und die Kriminalität zu kämpfen, demografische und weitere Probleme zu lösen, geistige, ideologische und soziale Werte in einem Land oder in einer Region zu verteidigen, falls die Erdbevölkerung durch eine außerirdische Einwirkung zum Verkommen verurteilt wird.“

Die Wochenzeitung „WPK“, die diesen Beitrag in ihrer neuen Ausgabe veröffentlichte, gehört keineswegs zu der Regenbogenpresse. Sie nimmt meistens Probleme der Armee, der Rüstungsindustrie sowie geopolitische Fragen ins Visier. Namhafte Experten melden sich dabei zu Wort. Umso überraschender wirkt das jetzt angesprochene Thema Aliens. Allerdings sind manche Artikel in der Zeitung polemisch und stoßen in späteren Ausgaben auf Gegenargumente anderer Autoren.

Augenzeugenberichte über unbekannte Flugobjekte sorgen in Russland regelmäßig für Aufsehen. Eines der jüngsten Beispiele war ein Ufo über Sibirien am 20. Juli. Die in Omsk ansässige regionale Onlinezeitung omskgazzeta.ru schrieb: „Ungefähr um 4 Uhr morgens sichteten viele Stadtbewohner seltsame Lichter am Himmel. Entsprechende Berichte kamen aus verschiedenen Stadtteilen. Die Objekte sahen unterschiedlich aus. Insbesondere wurde eine fliegende leuchtende Kugel bemerkt, die laut Augenzeugen wenige Minuten später spurlos verschwand.“

Doch die Erklärung für solche Erscheinungen erweist sich meistens als ziemlich banal. Auch diesmal teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit, eine Sojus-Rakete sei in jener Nacht vom Weltraumbahnhof Baikonur aus gestartet worden, um die russische Raumsonde Foton-M ins All zu bringen. Diese Trägerrakete war eben das angebliche Ufo. Nicht weniger spektakulär sehen auch manche militärischen Raketentests aus – beispielsweise vom Versuchsgelände Kapustin Jar am Kaspischen Meer.

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