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9 August 2014, 21:40

Vernetzt Euch - Sagt jetzt Nein zum Krieg!

 Vernetzt Euch - Sagt jetzt Nein zum Krieg!

STIMME RUSSLANDS Kürzlich veröffentlichte ich an dieser Stelle Gedanken zur derzeitigen Weltlage. Heftige Pressereaktionen folgten in den deutschen Medien. Denn ich äußerte unter anderem die Befürchtung, dass es zu einem Dritten Weltkrieg kommen könnte, angesichts der teilweise verheerenden Vorgehensweise des Westens gegen Russland. Wirre Gedanken?

Inzwischen sind nur wenige Tage vergangen, und die Weltlage hat sich erheblich verschärft. Die Nato schafft Militärgerät in die Ukraine und positioniert sich in den osteuropäischen Ländern; Russland soll, so behauptet die polnische Regierung, Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammenziehen, und „damit möglicherweise eine Invasion vorbereiten“. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen betont unterdessen die Geschlossenheit der westlichen Allianz. Man sei bereit, „alle Verbündeten gegen jederlei Bedrohung zu verteidigen", verlautet es aus dem Hauptquartier. Wollt Ihr das, Menschen in Russland, in Europa, in den USA? Oder nehmt Ihr das alles hin, weil Eure Regierungen sagen, es sei richtig?

Sind wir wirklich so weit von einem Krieg entfernt? Der Westen erließ harte Sanktionen gegen Russland, bei Rüstungsgeschäften, Energie und Finanzen. Moskau antwortete postwendend und ordnete umfangreiche Einfuhrverbote an, vor allem für Lebensmittel aus den europäischen Staaten und den USA. Und auch die Ukraine drohte jetzt mit Sanktionen, Ministerpräsident Jazenjuk sagte, dass gegen 65 russische Firmen Maßnahmen ergriffen würden, die den “Terrorismus” in der Ukraine unterstützten. Dazu gehört offenbar auch die Durchleitung von russischem Erdgas. Das bedeutet im Klartext: Im Winter bleiben Eure Stuben kalt! Nach diesen Äußerungen zogen übrigens die Preise am Londoner Erdgasmarkt deutlich an. Wer wird das am Ende wohl bezahlen? Die Politiker etwa? Oder Ihr?

Die angebliche Gelassenheit der EU gehört zum Spiel von Sieger und Verlierer. Doch während die USA unter den russischen Sanktionen kaum zu leiden haben, trifft es die EU ziemlich hart: Nach Angaben von Eurostat importierte Russland Lebensmittel im Wert von knapp zwölf Milliarden Euro! Das sind etwa zehn Prozent der gesamten EU-Exporte. Vor allem Deutschland trifft es hart: Etwa 3,3 Prozent der gesamten Lebensmittelexporte gehen nach Russland. Lebensmittelpreiserhöhungen? Schafft Ihr das wirklich alles so locker, oder warum sagt Ihr nichts?

Doch das ist längst nicht alles: Wir sollten uns die letzten Strafmaßnahmen der EU gegen Russland genauer ansehen: Denn hier finden wir eventuell den wahren Auslöser, der nun für eine Menge Ärger sorgen könnte, und zwar weltweit. Denn vor allem russische Banken stehen auch im Mittelpunkt der Sanktionsliste. Die Moskauer Finanzinstitute VTB, Gazprombank, Rosselkhozbank und Sberbank dürfen sich bis auf weiteres keine frischen Devisen mehr an den europäischen Kapitalmärkten besorgen, welche eine Laufzeit von 90 Tagen überschreiten. Nehmen wir die Sberbank, die von der russischen Zentralbank mehrheitlich beherrscht wird: sie ist eine der wichtigste Banken Russlands, mit weit über hundert Millionen Kunden. Die russischen Bankchefs ließen vor wenigen Tagen eine Bombe platzen: Sie drohten mit einem Crash des globalen Finanzsystems. Der größte Kreditgeber Russlands betrachtet seinen Ausschluss aus dem europäischen Kapitalmarkt als eine Gefahr für das globale Bankensystem.

Wisst Ihr, was das heißt? Oder ist es Euch gleichgültig? Ist es zu mühsam, über die Konsequenzen nachzudenken, oder zu grausam?

Wie heißt es auf der Internetseite des Ostinstituts Wismar: „Die Mitteilungen von Sberbank und russischer Zentralbank sind keine leeren Drohungen: Im globalen Schulden-Kasino kann jeder jeden zu Fall bringen – auch auf die Gefahr, dass ein lokaler Crash das gesamte Finanzsystem in Richtung Abgrund treibt.“

Es ist wie immer: Die Großen und Mächtigen streiten sich um Macht, Geld und Rohstoffe. Ausbaden werden dieses Gefecht am Ende wir Menschen. Wer gestern noch seinen Flug nach Moskau buchte, um dort Geschäfte zu machen, oder auch nur, um Sehenswürdigkeiten wie den Gorki Park, den Roten Platz oder das Bolschoi Ballett anzuschauen, der lernt gerade, dass „der Russe“ jetzt wieder zu seinem Feind wird. Hallo, Leute, aufgewacht: Wollen wir das wirklich?

Wir Menschen wollen keinen Krieg, weder mit Russland, noch mit der Ukraine, auch nicht mit den USA oder Europa! Wir wollen Frieden, Harmonie, möchten einen Austausch der Kulturen, um uns kennenzulernen. Wir wollen miteinander lachen, essen, erzählen. Wir wollen eines bestimmt nicht: Aufeinander schießen!

Warum tun wir uns nicht einfach zusammen? Warum vernetzen wir uns nicht über die sozialen Medien, über Facebook zum Beispiel? Warum gründen wir keine völkerverbindenden Netzwerke, um Signale zu setzen? Es beginnt im Kleinen, und kann ganz groß werden. Wenn dies jetzt nur einige tausende lesen, so können sie dafür sorgen, dass wir am Ende Millionen sind, Millionen Menschen, die klar sagen: Wir wollen keinen Krieg!

Warum sprechen wir jetzt über Krieg, wenn wir ihn doch gar nicht wollen? Warum lassen wir uns aufhetzen von Kriegstreibern auf allen Seiten, die vorgeben, unsere Interessen zu vertreten? Es sind nicht unsere Interessen! Wir wollen keinen Krieg! Warum dürfen Die jetzt anordnen, dass wir aufeinander schießen sollen? Wer erlaubt Ihnen das? Wir nicht!

Lasst uns Nein! sagen, Nein zu Krieg und Mord, zu Gier und Machthunger! Wir wollen Frieden! Lasst uns zusammenschließen, lasst uns zusammenhalten! Nicht Völker gegen Völker, sondern alle Menschen MITEINANDER. Wenn unsere Machtinhaber nicht schlau werden wollen, dann müssen wir es eben sein. Wenn sie keinen Frieden stiften, dann müssen wir es tun! Reicht Euch die Hände, Amerikaner, Russen, Europäer und alle anderen Menschen dieser Erde! Sorgt Ihr für den Frieden, wenn die da oben es nicht schaffen!

(so könnte ein Text bereits aussehen und in viele Sprachen übersetzt werden)

Nutzt Eure Kontakte z.B. über Facebook und vernetzt Euch. Ihr könnt sie selbst hier posten und überall sonst. Bringt Euch ein! Äußert Eure Gedanken. Wir fangen jetzt damit an! Macht alle mit! Eine Deutsche schreibt für ein russisches Portal. Und sie lädt Euch alle ein, mitzumachen:

Wir wollen keinen Krieg, wir wollen Frieden!

Die Meinung des Autors stimmt nicht unbedingt mit der Haltung der Redaktion überein.

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