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26 September 2013, 15:30

Mehr als 100.000 Stimmen verschwunden

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STIMME RUSSLANDS Das Geheimnis um die verschwundenen 100.000 Briefwähler-Stimmen in Hamburg eröffnet die Diskussion über das Auszählverfahren.

Will Beiß, der Landeswahlleiter des Hamburger Rathauses, ließ auf gesellschaftlichen Druck hin die 70.000 Stimmen, die in seinem Wahlbezirk als verschwunden galten, wieder auftauchen.

Es bleibt noch unklar, wie diese 70.000 Stimmen auf wundersamer Art und Weise wieder aufgetaucht sind. Genauso merkwürdig ist die Tatsache, dass bis heute nicht alle Wahlbezirke ihre Stimmen ausgezählt haben. Doch der Triumphator feiert den Sieg und sucht nach einem Koalitionspartner.

Das Statistikamt Nord in Hamburg registrierte 301.884 Bürger, die eine Briefwahl beantragt hatten. Nur 198.739 Wahlscheine wurden jedoch dem Statistikamt abgegeben. Aus rätselhaften Gründen fehlen also 103.145 Briefwähler und konnten als Folge nicht in das offizielle Wahlergebnis einfließen.

Der Landeswahlleiter konnte keine bessere Ausrede finden, als die triviale Erklärung, dass es sich um einen „Rechenfehler bei der Addierung der Briefwähler aus den Wahlbezirken“ handeln müsse.

Solche „Rechenfehler“ kosten der Demokratie Tausende entscheidende Stimmen. Gravierende Verstöße bei der Auszählung hätten auch ein Grund sein können, warum einige Parteien die Fünf-Prozent-Hürde nicht erreichten.

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