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7 August 2014, 16:48

EU-Kommission: Russlands Importverbot politisch motiviert

EU-Kommission: Russlands Importverbot politisch motiviert

STIMME RUSSLANDS Die EU-Kommission hält die von Russland verhängten Gegenmaßnahmen auf die Sanktionen des Westens für politisch motiviert und behält sich das Recht vor, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen, sagte Frederic Vincent, Sprecher von EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg, am Donnerstag bei einem Briefing.

Russland hatte auf die westlichen Wirtschaftssanktionen reagiert und für ein Jahr Einfuhrverbote für Lebensmittel und andere Waren aus den USA, den EU-Staaten, Kanada, Australien und Norwegen verhängt. Auf die entsprechende Liste wurden Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch, Obst, Käse und Milcherzeugnisse wie auch Nüsse und andere Produkte gesetzt.

„Die Europäische Union bedauert, dass diese Maßnahmen getroffen wurden“, sagte Vincent beim Verlesen der diesbezüglichen Erklärung des Gremiums. „Sie sind eindeutig politisch motiviert“, fügte er hinzu und betonte, dass es sich dabei um die EU-Position handelt.

„Nach einer umfassenden Prüfung der Maßnahmen behalten wir uns das Recht vor, angemessene Maßnahmen zu treffen“, sagte er.

Wie die EU-Vertretung in der Ukraine über Facebook mitteilte, will die EU diese Maßnahmen bewerten, sobald sie „mehr Informationen über ihren Inhalt“ hat. Die EU führe die Entscheidung Russlands auf die Lage in der Ukraine zurück und sei Anhänger einer Deeskalation des Konflikts in diesem Land.

Die EU bedauert dem Leiter der EU-Vertretung in Moskau, Vigaudas Usackas, zufolge, dass Russland beschlossen hat, Lebensmittelimporte aus den europäischen Ländern zu beschränken.

„Wir verfolgen die Beschlüsse, die von so einem wichtigen EU-Partner wie Russland getroffen werden – darüber wird geschrieben und gesprochen. Wir bedauern, dass diese Maßnahmen verabschiedet wurden“, sagte er am Donnerstag im Rundfunksender "Govorit Moskva". Dies werde „negative Folgen“ haben.

RIA Novosti / STIMME RUSSLANDS

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