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7 September 2014, 17:39

Donezker Volkswehr droht mit Gegenfeuer: „Poroschenko kontrolliert seine Armee nicht“

Donezker Volkswehr droht mit Gegenfeuer: „Poroschenko kontrolliert seine Armee nicht“

STIMME RUSSLANDS Zwei Tage nach der vereinbarten Waffenruhe beklagt die Volkswehr im ostukrainischen Donezk anhaltende Angriffe der Regierungstruppen und wirft Präsident Pjotr Poroschenko vor, seine Armee nicht zu kontrollieren. Die Führung in Kiew beteuert dagegen die Einhaltung des Waffenstillstands und gibt den Milizen die Schuld.

„Die ukrainischen Streitkräfte beschießen unsere Stellungen weiter. Poroschenko kontrolliert offenbar nicht alle seine Truppen“, erklärte Wladimir Kononow, Verteidigungsminister der von Kiew abtrünnigen „Donezker Volksrepublik“ (DVR), am Sonntag. Nach seiner Einschätzung nutzt die Regierungsarmee die Waffenruhe, „um sich umzugruppieren und uns anzugreifen.“ „Darauf sind wir gefasst. Wenn die Provokationen weitergehen, werde ich gezieltes Feuer befehlen müssen“, drohte Kononow. Zuvor hatte DVR-„Vizepremier“ Andrej Purgin, versichert dass die Volksmilizen sich nicht provozieren lassen und auch weiterhin am Waffenstillstandsabkommen festhalten würden.

Der Sprecher des Sicherheits- und Verteidigungsrats in Kiew, Wladimir Polewoj, sagte am Sonntag, dass das ukrainische Militär die Waffenruhe strikt einhalte. Nach seinen Angaben wurden Stellungen der Regierungstruppen in den vergangenen 24 Stunden mehrere Male von den Milizen beschossen.

Die ukrainische Regierung und die Führungen der international nicht anerkannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk haben am Freitag in Minsk einen Waffenstillstand und Schritte zu einer friedlichen Lösung des seit April andauernden Konfliktes vereinbart. Seitdem berichteten Augenzeugen von anhaltendenArtillerieschüssen und Explosionen in Donezk und Mariupol. Milizen und Militär werfen sich gegenseitig vor, den Waffenstillstand zu verletzen. Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow bestätigte, dass die Armee zusätzliche Truppen nach Mariupol verlegthabe. Nach Angaben der Milizen brachte die ukrainische Armee auch im Raum DonezkPanzer, Raketenwerfer und andere Waffen in Stellung. RIA Novosti/STIMME RUSSLANDS

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