Die Redaktion der STIMME RUSSLANDS hat sich mit dem Team von RIA Novosti vereinigt und gemeinsam ein modernes Markenzeichen des 21. Jahrhunderts – SPUTNIK – gegründet. Wir setzen unseren digitalen Informationsdienst fort und werden auch weiter den hohen journalistischen Standards folgen. Besuchen Sie unsere neue Webseite!
10 Oktober 2014, 23:48

Ebola-Infektion: Im Frankfurter Flughafen Ansteckungsgefahr am größten

Ebola-Infektion: Im Frankfurter Flughafen Ansteckungsgefahr am größten

STIMME RUSSLANDS Bei Reisen über den Flughafen Frankfurt am Main ist das Risiko für Passagiere, sich mit einem Virus, darunter auch dem Ebola-Virus anzustecken, größer als bei Flügen über andere internationale Airports, geht aus Berechnungen von Forschern des Saarbrücker Max-Planck-Instituts für Informatik hervor.

Die Forscher erstellten ein Rechenmodell zur Ausbreitung von Pandemien. Dabei werteten sie eine Datenbank von 3.458 Flughäfen mit 68.620 Flugverbindungen und 171 verschiedenen Flugzeugvarianten aus.

„Mit der Zunahme des weltweiten Flugverkehrs steigt die Gefahr von Pandemien“, erklärten die Forscher. Frankfurt am Main erreicht dabei wegen sehr vielen Verbindungen und hohen Fluggastzahlen den Skala-Höchstwert von 100. Mit 97 Prozent kommt Peking auf Rang zwei. Darauf folgen London Heathrow Airport mit 92 Prozent und der Flughafen New York JFK mit 91 Prozent.

Britische Medien hatten zuvor berichtet, dass sich die Ebola-Epidemie auch in Frankreich und Großbritannien ausbreiten könnte. Das Ebola-Virus wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent bis zum 24. Oktober Frankreich erreichen. Bei Großbritannien liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50 Prozent.

Das gefährliche Ebola-Virus breitet sich rasend schnell aus. Der aktuelle Ausbruch betrifft die westafrikanischen Länder Liberia, Sierra Leone, Guinea, Nigeria, die Demokratische Republik Kongo und Senegal.

Das Ebola-Virus wird ausschließlich über direkten Kontakt mit der Körperflüssigkeit von Erkrankten oder Verstorbenen übertragen. Laut den jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in Westafrika mehr als 8.000 Ebola-Patienten registriert. Mehr als 3.800 Menschen sind bereits an der Krankheit gestorben.

  •  
    teilen im: