13:31 27 Juli 2016
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Deutsche Politiker aufgepasst: Wir wollen keinen Krieg!

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Regelung der Krise in der Ukraine (2377)
031770

Die Nachrichten zur Krise in der Ukraine überschlagen sich. Jeder spürt, dass sich hier etwas ganz Ungutes abspielt, ungut nicht alleine für die Ukraine, sondern möglicherweise für die ganze Welt. Die Befürchtungen eines Dritten Weltkrieges wachsen. Viele Bürger im Westen werden zunehmend wütend, denn Europa und die USA handeln derzeit nicht in ihrem Willen. Im Gegenteil: Auf unverantwortliche Weise stürzt sich der Westen in einen Krieg, der ihn nichts angeht.

Die Nachrichten zur Krise in der Ukraine überschlagen sich. Jeder spürt, dass sich hier etwas ganz Ungutes abspielt, ungut nicht alleine für die Ukraine, sondern möglicherweise für die ganze Welt. Die Befürchtungen eines Dritten Weltkrieges wachsen. Viele Bürger im Westen werden zunehmend wütend, denn Europa und die USA handeln derzeit nicht in ihrem Willen. Im Gegenteil: Auf unverantwortliche Weise stürzt sich der Westen in einen Krieg, der ihn nichts angeht.

Gewiss, die Unruhen in der Ostukraine geben Anlass zur Sorge. Da gingen am Sonntag tausende Demonstranten im ostukrainischen Charkow auf die Straße und forderten eine Föderalisierung der Ukraine und ein Referendum über den Status ihrer Region, ganz nach dem Vorbild der Krim. Sie schwenkten russische Fahnen. Sie demonstrierten friedlich, wie es von den Korrespondenten vor Ort heißt. Doch plötzlich kommt es zu einem Konflikt mit Anhängern der pro-westlichen Regierung in Kiew, die unweit ihre Kundgebung abhalten. Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums werden bei dem Handgemenge mindestens 50 Menschen verletzt. Es kann von Glück gesprochen werden, dass es nicht zu Toten kam.

Und heute, einen Tag später? Warum rühren deutsche und europäische Politiker plötzlich noch lauter die Kriegstrommeln? Wie kommt der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel auf einmal zu der Behauptung, Russland sei „offenbar bereit, Panzer über europäische Grenzen rollen zu lassen"? Hat der Mann vielleicht zu viele Prophezeiungen von Alois Irlmaier gelesen? Und weiter meinte der SPD-Chef, dass „Frieden auf dem europäischen Kontinent nicht selbstverständlich“ sei. Was meint er damit? Was haben die vor?

Kurze Zeit später erklärte die stellvertretende deutsche Regierungssprecherin Wirtz, die Bundesregierung habe Anhaltspunkte dafür, dass Russland bewaffnete Separatistengruppen in der Ostukraine unterstütze: „Vieles deutet darauf hin, dass die in der Ostukraine aktiven bewaffneten Gruppen Unterstützung aus Russland erhalten", so die Frau im Namen der Bundesregierung. Und sie gibt auch gleich eine fachliche Einschätzung von ihrem Schreibtisch aus, der in Berlin, und nicht etwa in der Ostukraine steht: „Wenn man sich das Auftreten, die Uniformierung und die Bewaffnung einiger dieser Gruppen ansieht, kann es sich kaum um spontan aus Zivilisten gebildete Selbstverteidigungskräfte handeln."

Weder unsere westlichen Medien noch die Politiker, so mussten wir in den letzten Wochen leider lernen, stehen im Verdacht, eine neutrale Position zu den aktuellen Entwicklungen in der Ukraine einzunehmen. Jeder vernünftige Bürger fasste sich an den Kopf, als die deutsche Kriegsministerin von der Leyen Ende März von der Nato die Unterstützung östlicher Mitgliedsstaaten gefordert hatte. In unseren Medien war ein einziges Kampfgeschrei zu hören, alleine und immer wieder gegen den bösen Feind Wladimir Putin.

Doch die deutschen Bürger sind damit nicht einverstanden, wie eine repräsentative Studie vorletzte Woche zeigte: Die Mehrheit will keinen Krieg mit Russland, die Mehrheit der Deutschen hat vielmehr das Vertrauen in die Nato und die EU verloren. Und gleich 84 Prozent raten von einer militärischen Unterstützung der Ukraine ab, ist damit also gegen einen Nato-Einsatz. Erkennbar brachten die Deutschen in den letzten Wochen ihren Unmut gegenüber den Medien zum Ausdruck. In den Kommentarspalten der Internet-Seiten großer deutscher Zeitungen und TV-Sender protestierten sie nachdrücklich. Unter diesem Druck müssen die Vertreter des Medien-und Meinungskartells jetzt die Unwahrheiten ihrer Berichterstattung Stück für Stück eingestehen. Und so relativieren die öffentlich-rechtlichen Nachrichtensender inzwischen ihre eigenen Beiträge über die Geschehnisse auf dem Maidan in Kiew zwischen dem 18. Und 20. Februar, bei denen über hundert Menschen den Tod fanden. Die ukrainische Staatsanwaltschaft und unsere Medienvertreter hatten Ex-Präsident Viktor Janukowitsch und den russischen Geheimdienst FSB für die Todesschüsse verantwortlich gemacht, ungeachtet der dringenden Dementi aus Moskau.

Nun haben ARD und ZDF zugeben müssen, dass die Schützen vom Maidan Auftragskiller gewesen waren. Das ARD-Magazin „Monitor" legte letzte Woche sogar Beweise vor, die den Verdacht einer dritten Partei nahelegen, die an den Morden beteiligt gewesen sein soll. Zahlreiche Maidan-Aktivisten und Rechtsanwälte erheben inzwischen einen schweren Verdacht: Das Hotel „Ukraina", von dem die Todesschüsse offenbar abgefeuert wurden, befand sich am 20. Februar in der Hand der ukrainischen Opposition… Merkwürdig, dass dies ausgerechnet jenes Hotel ist, in welchem auch das Ukrainian Crisis Media Center (UCMC) angesiedelt ist, ein PR-Netzwerk, welches eine Kampagne gegen ´russische Propaganda` anzettelte, und seit Monaten westliche Journalisten (u.a. ZDF) mit antirussischem und prowestlichem Informationsmaterial versorgt. Diese Kampagne soll u.a. finanziert werden von dem US-Milliardär George Soros und der ukrainischen Übergangsregierung.

Die Ukraine ist zerrissen. Da sind Menschen, die sich lieber am Westen ausrichten würden, weil sie glauben, dass die Uhren dort anders, besser ticken. Die anderen, die Mehrheit, fühlt sich Russland zugehörig: Diese Menschen konnten beobachten, dass es dem russischen Präsidenten Putin gelungen war, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs den Niedergang im größten Flächenstaat der Welt zu stoppen und ihn wieder aus dem Elend zu führen. Sie haben Vertrauen in Putin, denn inzwischen geht es den Menschen in Russland besser denn je zuvor.

Doch wir im Westen sollten uns heraushalten! Die Menschen in der Ukraine können nur zur Ruhe kommen, wenn sie ihre Probleme alleine lösen, ohne das ständige Kriegsgetrommel aus Europa und den USA. Wir sollten für Frieden eintreten! Frieden zwischen Ost und West, zwischen den Menschen.
Am Montag fanden in Berlin und vielen anderen Städten wieder Friedensdemonstrationen statt. Tausende Menschen sind gekommen, und jede Woche werden es mehr. Sie wollen keinen Krieg, sondern Freundschaft und Frieden.

Hört uns endlich zu, Ihr da oben im Medienkartell! Wir haben genug von der Kriegstreiberei, die nur aus Macht-und Gewinninteressen stattfindet, doch niemals zum Wohle der Menschheit. Wir haben in Europa inzwischen selbst genügend Probleme, die gefälligst erst einmal gelöst werden müssen! Habt Ihr aus der Geschichte wirklich nichts gelernt? Ihr habt es jetzt in der Hand! Schluss mit Propaganda und Hetze! Wir wollen Frieden!

Die Meinung der Verfasserin muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

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