04:51 27 August 2016
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Iran zu Verhandlungen mit Sechser-Gruppe bereit - Gegen Moratorium über Urananreicherung

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Teheran ist zwar zu Verhandlungen mit der Sechser-Gruppe (die fünf UN-Vetoländer plus Deutschland) über die Regelung des iranischen Nuklearproblems bereit, es wird aber die von dieser gestellte Bedingung, ein Moratorium über die Urananreicherung einzuführen, nicht akzeptieren.

TEHERAN, 05. Juli (RIA Novosti). Teheran ist zwar zu Verhandlungen mit der Sechser-Gruppe (die fünf UN-Vetoländer plus Deutschland) über die Regelung des iranischen Nuklearproblems bereit, es wird aber die von dieser gestellte Bedingung, ein Moratorium über die Urananreicherung einzuführen, nicht akzeptieren. Das erklärte Golamhossein Elham, der offizielle Sprecher der iranischen Regierung, am Sonnabend.

„Iran bekundet seine Bereitschaft, Verhandlungen über die Nuklearproblematik im Rahmen der internationalen Normen und der allgemeinen Bestimmungen über die Pakete der Vorschläge der Sechser-Gruppe und der Islamischen Republik sowie auf der Grundlage der Einhaltung der unveräußerlichen Rechte unseres Landes zu führen“, sagte er vor Journalisten.

Unter den „unveräußerlichen Rechten“ versteht die iranische Führung das Recht auf die Urananreicherung für zivile Zwecke.

Am Vortag hatte Iran der Sechser-Gruppe über den EU-Außen- und Sicherheitsvertreter Javier Solana seine Antwort auf einen Brief der Außenminister der Gruppe übergeben.

Bei seinem Teheran-Besuch am 14. Juni hatte Solana die Position der Sechser-Gruppe in drei Formen vorgestellt: ein Paket von Vorschlägen, ein Brief der Außenminister der Sechser-Länder sowie ein Memorandum (None-Paper) mit einer kurzen Darlegung des Probleminhalts.

Teheran wurde ein Anreizpaket angeboten, mit dem Iran zu einer Aussetzung seiner Urananreicherung bewegt werden soll. Die Voraussetzung dafür besteht allerdings in einem Anreicherungsstopp für den Verhandlungszeitraum.

„In der um das iranische Nuklearproblem entstandenen Situation werden wir nicht von unseren Rechten abweichen“, betonte Elham.

Zwischen Dezember 2006 und März 2008 hatte der UN-Sicherheitsrat drei Resolutionen angenommen, die Sanktionen gegen Iran wegen dessen Weigerung vorsehen, ein Moratorium über die Urananreicherung zu beschließen und die Arbeit an einem Raketenprogramm einzustellen. Die iranischen Behörden bewerteten diese Dokumente als gesetzwidrig.

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