00:13 29 Juli 2016
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Russisches Militär betrachtet Nato-Schiffe im Schwarzen Meer als Stoßverband

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Obwohl die Nato behauptet, dass ihre Schiffe im Schwarzen Meer nur Hilfstransporte nach Georgien sichern, sprechen russische Geheimdienstler von der Aufstellung eines Stoßverbandes der Allianz.

MOSKAU, 25. August (RIA Novosti). Obwohl die Nato behauptet, dass ihre Schiffe im Schwarzen Meer nur Hilfstransporte nach Georgien sichern, sprechen russische Geheimdienstler von der Aufstellung eines Stoßverbandes der Allianz.

„Eigentlich stellt die Nato einen Raketen-Stoßverband von Überwasserschiffen im Schwarzen Meer auf“, sagte ein Mitarbeiter der russischen Militäraufklärung am Montag gegenüber RIA Novosti.

"Der US-Zerstörer McFaul, der sich zurzeit im georgischen Hafen Batumi befindet, verfügt über rund 50 Flügelraketen vom Typ Tomahawk. Sie können Atomsprengköpfe tragen und sind für die Vernichtung von Bodenzielen bestimmt", hieß es. 

Außerdem sind drei Nato-Fregatten aus Polen, Deutschland und Spanien sowie ein US-Küstenwachschiff zurzeit "im nördlichen Teil des Schwarzen Meeres konzentriert", hieß es weiter. Diese Schiffe hätten 64 Anti-Schiff-Raketen vom Typ Harpoon an Bord.

Der russische Marine-Sprecher Igor Dygalo sagte zuvor in Bezug auf die Präsenz von Nato-Kriegsschiffen im Schwarzen Meer: „Die russische Schwarzmeerflotte weiß darüber und erfüllt weiter ihre Aufgaben zur Schifffahrtsicherung vor Abchasiens Küste“.

Pentagon-Sprecherin Elizabeth Hibner hatte zuvor gegenüber RIA Novosti gesagt, die US-Kriegsschiffe seien beauftragt, Hilfsgüter nach Georgien zu bringen.

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