03:13 30 August 2016
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Deutscher Experte: NATO setzt Uran-Munition in Libyen ein

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Die Nato-Streitkräfte setzen in Libyen nach Worten eines deutschen Experten Waffen mit abgereichertem Uran ein.

Die Nato-Streitkräfte setzen in Libyen nach Worten eines deutschen Experten Waffen mit abgereichertem Uran ein.

"Entscheidend ist, dass Sie wissen, dass die USA panzerbrechende Waffen nur mit Uranmunition haben", sagte der Journalist und Politikberater Christoph Hörstel am Dienstag in einem RIA-Novosti-Gespräch. "Sie (die USA) haben alle möglichen Waffen. Aber wenn es darum geht, Panzer zu brechen, also am Boden rollende Panzer zu beschießen oder verstärkte Gebäude anzugreifen, da nehmen sie hauptsächlich solche Bomben", sagte Hörstel.

Einige auf Ziele in Libyen abgeworfene Bomben haben laut dem Experten ein Gewicht von bis zu zwei Tonnen. Bei hohen Temperaturen werde Uran zu giftigem Dampf, der Krebs erregen könne. Die in diesem Dampf enthaltenen Uranteilchen in Nanogröße seien in der Lage, jede beliebige Maske zu durchdringen. Jemand, der sich eine solche Vergiftung zugezogen habe, könne keine genetisch gesunden Kinder mehr zeugen. Auf seiner Internetseite ruft Hörstel zu einem sofortigen Stopp des Einsatzes von uranhaltiger Munition auf.

Natururan besteht aus den Isotopen U-238, U-234 und U-235. Nach der Entfernung des Isotops U-235 aus dem natürlichen Isotopengemisch in uranhaltigen Erzen bleibt das so genannte abgereicherte Uran übrig. Dieses sehr schwere und feste Metall wird unter anderem in der Medizin und in der Rüstungsindustrie verwendet.

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