22:40 30 Juli 2016
Radio
ein russischer Eisbrecher in der Arktis

Gefahrenzone Arktis: Russland hat zu wenig Waffen am Nordpol

© Sputnik/ Anna Yudina
Militär
Zum Kurzlink
Russland erschließt Arktis (166)
01200

Das russische Ministerium für regionale Entwicklung wittert eine Liste von Gefahren für die nationale Sicherheit in der Arktis-Zone. Unter den Hauptrisiken: Soldaten ohne Kampferfahrung, unkontrollierte Grenzen und zu wenig Waffen.

Das russische Ministerium für regionale Entwicklung wittert eine Liste von Gefahren für die nationale Sicherheit in der Arktis-Zone. Unter den Hauptrisiken: Soldaten ohne Kampferfahrung, unkontrollierte Grenzen und zu wenig Waffen. 

In den finanzwirtschaftlichen Grundlagen zu dem Staatsprogramm zur Entwicklung der russischen Arktis-Zone, die (im Gegensatz zum Programm selbst) auf einem offiziellen Informationsportal veröffentlicht wurden, werden die militärischen Problembereiche genannt:

„Der Mangel bzw. das völlige Fehlen von technischen Mitteln zum Führen von Kampfhandlungen unter den Bedingungen der Arktis-Zone, das Fehlen der nötigen Erfahrung und der Fertigkeiten der Kampfführung unter den Bedingungen der Arktis-Zone, das Fehlen eines schnellen Eingreifsystems bei einer Aggression durch andere Staaten und die Möglichkeit eines unkontrollierten Übertritts der russischen Staatsgrenze“, heißt es in der Liste des Ministeriums. 

Im Arktis-Schwerpunktprogramm bis 2020 stellt die Behörde zudem ein „wachsendes Konfliktpotential in der globalen Arktis“ fest, auf das mit einer Perfektionierung der russischen Streitkräfte „in struktureller Hinsicht, in der Aufstellung sowie bei der militärisch-wirtschaftlichen und materialtechnischen Versorgung“ reagiert werden müsse. Weiter ist von der Notwendigkeit eines „Systems zur operativen Ausrüstung des Territoriums in den Interessen der Entfaltung der Truppengruppierung“ die Rede. 

Den Risiken (darunter die Gefahr eines Aufeinandertreffens der nationalen Interessen der Arktis-Anrainerstaaten inklusive „Militärbedrohungen zu Friedenszeiten“) soll dabei mit verstärkter Kontrolle des Luftraums und Seeraumbeobachtung begegnet werden. 

21,6 Prozent des Territoriums Russlands fallen auf die Arktis-Zone. Die ständige Bevölkerung betrug Anfang des Jahres etwas mehr als 2,3 Millionen Menschen (1,6 Prozent der Landesbevölkerung) – statistisch gesehen 0,63 Menschen pro Quadratkilometer.

Themen:
Russland erschließt Arktis (166)
GemeinschaftsstandardsDiskussion
via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
Top-Themen