11:11 23 Juli 2016
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Russische Bomber trainieren Flüge über Nordeuropa

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Russische strategische Raketenträger Tu-95MS haben in Begleitung von Kampfjets MiG-31 Flüge über neutralen Gewässern der Nordsee trainiert, wie der Sprecher der Luftstreitkräfte, Oberst Igor Klimow, Journalisten am Donnerstag mitteilte.

Russische strategische Raketenträger Tu-95MS haben in Begleitung von Kampfjets MiG-31 Flüge über neutralen Gewässern der Nordsee trainiert, wie der Sprecher der Luftstreitkräfte, Oberst Igor Klimow, Journalisten am Donnerstag mitteilte.

Die Fernfliegerkräfte Russlands absolvieren regelmäßig Flüge über neutralen Gewässern der Arktis, des Atlantiks, des Schwarzen Meeres und des Pazifiks. Nicht selten löst das Empörung von Nachbarländern, zum Beispiel Japans, aus, das allein seit Anfang April mehrmals seine Fliegerkräfte alarmiert hat.

Das russische Verteidigungsministerium betont ständig, dass alle Flüge über neutralen Gewässern in strikter Übereinstimmung mit den internationalen Flugregeln erfolgen, ohne die Luftgrenzen anderer Staaten zu verletzen.

„Die Route des Fluges verlief über neutralen Gewässern der Nordsee, entlang der Kola-Halbinsel. Die Flugzeuge legten über 12 000 Kilometer zurück. Die Flugdauer betrug mehr als 16 Stunden“, so Klimow.

Die Besatzungen trainierten Flüge über dem orientierungslosen Gelände und die Luftbetankung. Die Bomber waren von zwei Kampfjets MiG-31 begleitet. Das Zusammenwirken erfolgte mit Hilfe des „fliegenden Radars“ A-50 (Il-76).

Tu-95 (Nato-Codename „Bear“) ist ein russischer strategischer PTL-Bomber und –Raketenträger, der ein Symbol des Kalten Krieges geworden ist. Die Modifikation der Tu-95MS, die auf der Basis  der Tu-142MK entwickelt worden war, ist die Grundlage der strategischen Fliegerkräfte Russlands. Das Flugzeug ist Träger von Marschflugkörpern X-55 und ist für die Vernichtung wichtiger Objekte im Hinterland des Gegners zu jeder Zeit und unter jeglichen Witterungsbedingungen bestimmt.

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