08:10 25 August 2016
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Extremisten im Irak können aus entwendetem Uran „schmutzige Bombe“ bauen Experte

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Eskalation im Irak (80)
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Nach Ansicht von Igor Korotschenko, Direktor des Zentrums für Analyse des globalen Waffenhandels, kann das durch Extremisten im Irak entwendete Uran für die Entwicklung einer „schmutzigen Bombe“ verwendet werden. Dieser Vorfall sei ein Beweis für das Chaos im Land.

Nach Ansicht von Igor Korotschenko, Direktor des Zentrums für Analyse des globalen Waffenhandels,  kann das durch Extremisten im Irak entwendete Uran für die Entwicklung einer „schmutzigen Bombe“ verwendet werden. Dieser Vorfall sei ein Beweis für das Chaos im Land.

Die irakischen Behörden haben die Uno über die Entwendung von Uran durch Kämpfer der Gruppierung Islamischer Staat aus Laboratorien im Norden des Landes informiert und die Weltorganisation aufgerufen, die Bedrohung seiner Anwendung zu verhindern, meldet Reuters.

Wie in einem Schreiben des irakischen UN-Botschafters Mohammed Ali Alhakim an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon mitgeteilt wird, gelangten etwa 40 Kilogramm Uranverbindungen, die auf dem Gelände der Universität in Mosul aufbewahrt wurden, in die Hände von Extremisten.

„Jegliche radioaktive Stoffe können für die Verseuchung von Wasserversorgungsquellen und irgendwelchen Objekten genutzt werden. Eine Atombombe werden die Extremisten nicht bauen. Aber es ist theoretisch möglich, das Uran als ‚schmutzige Bombe‘ zu nutzen. Radioaktive Stoffe lassen sich mittels Sprengung zerstäuben. Allein der Fakt des Gelangens von Uran in die Hände terroristischer Organisationen hat bei der Bevölkerung und den Behörden eine große psychologische Anspannung hervorgerufen“, so Korotschenko.

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