15:25 27 Juli 2016
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Nato-Chef: Russische Artillerie wird gegen ukrainische Armee eingesetzt

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Entwicklung in Ostukraine (2318)
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Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wirft Moskau vor, dass russische Artillerie gegen die ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werde - sowohl vom russischen als auch vom ukrainischen Territorium aus.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wirft Moskau vor, dass russische Artillerie gegen die ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werde - sowohl vom russischen als auch vom ukrainischen Territorium aus.   

„Seit Mitte August gibt es eine Eskalation der russischen militärischen Engagements im Osten der Ukraine, einschließlich einer Verwendung russischer Streitkräfte“, erklärte Rasmussen am Freitag. „Außerdem wird die russische Artillerie - sowohl grenzübergreifend als auch von der Ukraine aus - gegen die ukrainischen Streitkräfte eingesetzt.“ Die Nato habe zudem „den Transfer von großen Mengen moderner Waffen, darunter von Panzern, Schützenpanzern und Artillerie“ an die bewaffneten Gruppen im Osten der Ukraine beobachtet, behauptete Rasmussen. Die Quelle für seine Angaben gab er nicht an.

In der Ost-Ukraine dauern Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern an. Die ukrainische Übergangsregierung hatte im April Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Kiew aber auch die USA und EU-Staaten werfen Moskau vor, die Regimegegner in den Protestregionen Donezk und Lugansk zu unterstützen beziehungsweise nicht genug für eine Deeskalation zu tun. Moskau weist jede Verwicklung in den Ukraine-Konflikt zurück und fordert von Kiew ein Ende des Militäreinsatzes, der nach UN-Angaben bereits mehr als 2000 Zivilisten das Leben gekostet hat.

Zudem beschuldigen die ukrainische Regierung in Kiew und westliche Staaten Russland, Truppen an der ukrainischen Grenze zusammenzuziehen. Belege dafür wurden nie vorgelegt. Russland weist die Vorwürfe zurück. Auch internationale Inspektionsteams, die die russische Truppenstationierung entlang der Grenze achtmal kontrolliert haben, haben keine Verstöße registriert.

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