09:20 30 August 2016
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Donezk: Volkswehr meldet Vernichtung einer Mörserbatterie des Militärs

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Ungeachtet der Waffenruhe haben die Volksmilizen im ostukrainischen Donezk nach eigenen Angaben eine Mörserbatterie der Regierungsarmee zerschlagen, nachdem diese Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) angegriffen hatte.

Ungeachtet der Waffenruhe haben die Volksmilizen im ostukrainischen Donezk nach eigenen Angaben eine Mörserbatterie der Regierungsarmee zerschlagen, nachdem diese Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) angegriffen hatte.

Die OSZE hatte am Sonntag mitgeteilt, dass 19 Minen in der Nähe eines Fahrzeugs eingeschlagen seien, mit dem ein Beobachterteam der Organisation unterwegs gewesen sei.

„Wir haben im Raum Awdejewka (zehn Kilometer nördlich von Donezk – Red.) eine 120mm-Mörserbatterie vernichtet“, teilte Alexander Sachartschenko, „Premierminister“ der so genannten Donezker Volksrepublik, am Montag mit. „Die Beobachter hatten niemandem gesagt, wohin sie fahren (…) Als der Mörserangriff auf Donezk begann, wurde Gegenfeuer eröffnet.“

In der Ost-Ukraine hatten seit April Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern angedauert. Die ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den nationalistisch geprägten Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Der Militäreinsatz kostete laut UN-Angaben mehr als 3000 Zivilisten das Leben. Am 5. September haben sich die ukrainische Regierung und die Führungen der von Kiew abtrünnigen Donezker und Lugansker „Volksrepubliken“ bei ihren Friedensgesprächen in Minsk auf einen Waffenstillstand, Gefangenenaustausch und weitere Schritte zu einer friedlichen Konfliktlösung geeinigt. Seitdem werden täglich auf beiden Seiten Brüche gemeldet. Nach Angaben der OSZE-Beobachter wird der Waffenstillstand trotz einzelner Verstöße weitgehend eingehalten.

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