06:45 24 August 2016
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Tu-95-Bomber

Übung in Ost-Russland: Langstreckenbomber greifen Ziele auf Kamtschatka an

© Sputnik. O.Grachev
Militär
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Langstreckenbomber vom Typ Tu-95MS haben bei einer Militärübung im Osten Russlands Bodenziele auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka zerbombt, wie das Moskauer Verteidigungsministerium am Sonntag mitteilte.

Langstreckenbomber vom Typ Tu-95MS haben bei einer Militärübung im Osten Russlands Bodenziele auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka zerbombt, wie das Moskauer Verteidigungsministerium am Sonntag  mitteilte.

Die Bomber seien vom Stützpunkt Ukrainka (nahe Belogorsk im Fernost-Gebiet Amur) gestartet und haben nach einem vierstündigen Flug den nördlichen Teil des Ochotskischen Meeres erreicht, so das Presseamt des Verteidigungsministeriums. Von dort aus haben sie Marschflugkörper auf Übungsziele auf dem Truppenübungsplatz Kura im Westen von Kamtschatka abgefeuert. „Alle Ziele wurden getroffen.“ Darüber hinaus feuerten die Tu-95MS-Bomber Flügelraketen ab, die einen feindlichen Angriff auf Kamtschatka simulieren sollten, hieß es weiter. Die Flügelraketen seien in der Luft von Jagdflugzeugen MiG-31 zerstört worden, die vom Flugplatz Jelisowo in Petropawlowsk-Kamtschatski abgehoben hatten.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte in der vergangenen Woche im Wehrbezirk Ost einen Übungsalarm ausgelöst. Mehr als 160.000 Soldaten wurden in Kampfbereitschaft versetzt. Der Alarm gilt für vier Armeen, drei Luftwaffen- und Luftabwehrkommandos, aber auch für die Pazifikflotte und Fernfliegerkräfte, die „Angriffe“ zu Lande, zu Wasser und in der Luft abwehren sollen. Der russische Generalstab hatte im Februar vergangenen Jahres – erstmals seit 20 Jahren – einen Übungsalarm ausgelöst, der eine Reihe von Problemen aufzeigte. Seitdem fanden mehrmals Überraschungsübungen in verschiedenen Landesteilen statt, um die Kampfbereitschaft der Truppen zu überprüfen.

Video: Atomar bestückte Langstreckenbomber überwachen Russlands Grenzen >>

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