10:25 24 August 2016
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OSZE meldet Beschuss von Beobachtern durch ukrainisches Militär

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Entwicklung in Ostukraine (2318)
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Erstmals haben Soldaten der Ukraine OSZE-Beobachter beschossen, wie aus einem Bericht der Beobachtermission hervorgeht.

Erstmals haben Soldaten der Ukraine OSZE-Beobachter beschossen, wie aus einem Bericht der Beobachtermission hervorgeht.

So wurde am Dienstag gegen Beobachter auf dem Rückweg von Perewalsk in Debalzewo ein Warnschuss abgegeben. Laut dem Bericht hatte das ukrainische Militär  die OSZE-Beobachter auf der Hinfahrt an einem Kontrolldurchlasspunkt in Debalzewo zu einem Umweg gezwungen. Bei der Rückfahrt aus Perewalsk hielten die Beobachter, die diesmal den Umweg nicht genommen hatten, auf der anderen Seite des Kontrolldurchlasspunkts an. 

„Als die Beobachter in Erwartung weiterer Anweisungen anhielten, gab ein Mitarbeiter des Kontrolldurchlasspunktes einen Warnschuss in Richtung OSZE-Fahrzeug ab“, heißt es im Bericht. 

Der zweite Zwischenfall ereignete sich laut dem Bericht am Mittwoch. Zwei Fahrzeuge der OSZE-Mission fuhren aus der Stadt Kurachowo, die von der ukrainischen Armee kontrolliert wird, in Richtung Donezk. Bei dem Dorf Marjinka tauchte ein Lastkraftwagen mit Erkennungszeichen der ukrainischen Armee, in dem sich zwei Soldaten befanden,  in der Nähe des OSZE-Konvois auf. Ein Soldat schoss zweimal  in Richtung der OSZE-Fahrzeuge. 

Die Beobachter selbst kamen bei dem Beschuss nicht zu Schaden, heißt es im Bericht. 

Die OSZE-Mission arbeitet in der Ukraine auf Ersuchen der Führung der Republik. Zu ihren Vollmachten gehören das Gewinnen von Informationen, Berichte über die Situation mit der Sicherheit sowie das Fixieren von Verletzungen der OSZE-Prinzipien. Die Tätigkeit der Beobachter soll zur Minderung der Spannungen und zur Durchführung eines Dialogs vor Ort beitragen. Im Rahmen der Mission in der Ukraine sind mehr als 250 Beobachter tätig. 112 von ihnen befinden sich in den Gebieten Donezk und Lugansk.

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