20:24 25 August 2016
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Migranten an der finnische-russische Grenze

Zunehmende Flüchtlingswelle - Finnland erwägt Militäreinsatz an Grenze zu Russland

© AFP 2016/ Jussi Nukari / Lehtikuva
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Migrationsproblem in Europa (1033)
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Soldaten der finnischen Verteidigungskräfte sind bereit, den Grenzschutz zu unterstützen, sollte dieser mit dem Zustrom asiatischer und nahöstlicher Flüchtlinge über die Grenze mit Russland nicht mehr fertig werden. Dies hat Verteidigungsminister Jussi Niinistö am Donnerstag gegenüber dem Zeitungskonzern Lannen Media erklärt.

„Notfalls kann an der Grenze auch Militär eingesetzt werden“, sagte der Minister.

Niinistö antwortete damit auf die Aussagen des Abteilungschefs für Land- und Seegrenzen des Grenzschutz-Departements, Pasi Kostamovaara, darüber, dass es dem Grenzschutz an Ressourcen für eine vollwertige Überwachung der Staatsgrenze mangele, sollten die Migranten aus Asien und dem Nahen Osten an der gesamten Grenzlinie versuchen, aus Russland nach Finnland zu gelangen.

„Unsere Ostgrenze kann zu einem Tor werden, durch das Flüchtlinge im Falle eines starken Migrantenzustroms eindringen werden“, so Brigadegeneral Kostamovaara. Er schließt weiter nicht aus, dass „die Grenze durchbrochen werden kann“.

Finnland äußerte in letzter Zeit mehrmals seine Besorgnis über einen möglicherweise zunehmenden Flüchtlingsstrom aus Asien und dem Nahen Osten über Russland. Aus Helsinki hieß es, dass in den letzten Monaten bereits etwa 1.000 Migranten ohne die erforderlichen Dokumente über Russland ins Land gekommen seien.

Diese Frage war am Mittwoch Gegenstand eines Treffens zwischen den Innenministern Finnlands und Russlands, Petteri Orpo und Wladimir Kolokolzew.

Das Problem werden am Freitag offenbar auch die Premierminister beider Länder, Juha Sipilä und Dmitri Medwedew, bei ihrem Treffen in Sankt Petersburg erörtern.

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St. Petersburg, Dmitri Medwedew, Juha Sipilä, Wladimir Kolokolzew, Petteri Orpo, Russland, Finnland
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