14:58 27 Juni 2016
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Maria Sacharowa, amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums

Nach Verstoß Ankaras gegen Open Skies: Moskau kritisiert doppelte Standards der NATO

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Die NATO hat bislang auf die Weigerung der Türkei nicht reagiert, Russland einen Überwachungsflug gemäß dem Vertrag über den offenen Himmel (Open Skies) zu genehmigen. Darauf wies die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag in Moskau hin.

„Interessant wäre die Reaktion der Allianz, wenn Russland während der Ukraine-Krise seinen Luftraum für Überwachungsflüge gesperrt hätte“, fragte Sacharowa. Der Versuch, den Betroffenen als Schuldigen hinzustellen, sowie ein grober Verstoß gegen internationale Abkommen – das alles sei äußerst bedauerlich.

Sacharowa erinnerte daran, dass Russland in der schwersten Phase des Ukraine-Konflikts 2014 westlichen Kollegen Überwachungsflüge entlang seiner Grenzen genehmigt hatte. „Apropos Doppelstandards: Diese Flüge verliefen reibungslos“, sagte die Sprecherin.

Anfang Februar hatte die Türkei Russland einen Beobachtungsflug über ihrem Territorium verweigert und somit gegen den Open-Skies-Vertrag verstoßen. Die Beobachtungsflüge einer Gruppe russischer Militärexperten über dem türkischen Territorium waren vom 1. bis 5. Februar geplant gewesen. Nach Ankunft der Gruppe in der Türkei und der Bekanntgabe der Flugroute teilten die türkischen Militärs mit, das Außenamt in Ankara habe die Mission untersagt.

 

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Tags:
Verstoß, Open Skies (Offener Himmel), NATO, Türkei, Russland
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Alle Kommentare

  • info
    Ob es wohl sinnvoll ist, den nächsten Open-Skies-Flug eines NATO-Landes über Russland von einer (verspäteten) Stellungnahme der NATO zur Verweigerung der Türkei abhängig zu machen? Was meint Ihr dazu?
  • Das alles passt zur systematischen Konfrontations- und Eskalationspolitik der NATO und seiner "Führungsmacht" USA.
  • robert.fridolin
    Bedauerlich wie ein sinnvolles Abkommen nach dem anderen in den Müll gekickt wird. Für, ja was eigentlich?
  • US-BesetzteRepublikDeutschland
    Und sollte es langsam klar werden, welche Bedeutung die UN hat! Bezeichnend ist auch der Sitz der UN!
  • zimbo
    Man sollte auch der Nato die Gebiete sperren.
  • zimbo Antwort aninfo(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Ja und zwar Absage unmittelbar nach Start, oder Abfangen nach Start.

    Ganz nach Amimanier.
  • Andrew Farkas
    "Sacharowa erinnerte daran, dass Russland in der schwersten Phase des Ukraine-Konflikts 2014 westlichen Kollegen Überwachungsflüge entlang seiner Grenzen genehmigt hatte. "

    Liebe Genossin Sacharowa, diese "Flüge" über sie hier plaudern waren NICHT entlang der russisch-ukrainischen Grenze sondern weit im Inneren der RF.
    Das sind zwei verschieden Sachen.
    Russland wollte das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien überfliegen.
    Das aber in einer Krisenzeit ist vohl mehr als unpassend und provokativ!
    Daher, Klappe halten!
  • ThomasAntwort anAndrew Farkas(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Andrew Farkas, solche Vertrauensbildenden Maßnahmen sind zur Vertrauensbildung in das Leben gerufen worden, damit heimliche und arglistige Waffenansammlung gegen Nachbarn nicht möglich sind. Das schafft ein Sicherheitsgefühl und Veränderungen können im Dialog erörtert werden. Diese Maßnahmen sind Konfliktverhinderungselemente.
    So bricht die NATO internationale Verträge, welche zu mehr Sicherheit in Europa geschlossen wurden.
    Das ist eine Provokation.
    Sie verdrehen mit Arglist Tatsachen und sind ein Verfechter von Vertragsbrüchen zur Zuspitzung von Konflikten.
    Mehr kann ich ihren Zeilen nicht entnehmen.
    Ihre Anrede mit "Liebe Genossin Sacharowa" und groteske Auslassungen, läßt ein Arglistiges und Feindseliges Wesen im Raum schweben. Sie reden zynisch mit gespaltener Zunge, welche zumeist Konfrontationen züngeln?

    Ihr persöhnliches Umfeld wird das möglich bestätigen können?
  • Joesi
    Überall lesen wir die kriegsverbrecherische Handschrift der Washingtoner Hohlbirnen.
    Beruhigend zu wissen, daß der Kremel weiß, wie er mit diesem Verbrecherpack umzugehen hat. Alle westlichen Partner haben Angst, persönlich erpreßt oder bei irgendwelchen Unfällen getötet zu werden.
  • dominic_maas
    Verstehe ich nicht. Im Film haben die Orks doch nicht darüber gejammert, dass Frodo den Ring nicht freiwillig abgibt.
  • Andrew FarkasAntwort anThomas(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Thomas,
    Genosse Laba-Laba, was wollen Sie von mir?
    Ich habe nur meinen Standpunkt geäußert und du labberst mit deinen Unsinn dazwischen!
  • infoAntwort anAndrew Farkas(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Andrew Farkas Sie sollten wenigstens die Konsequenz aufbringen, sich zwischen einem "Sie" und dem "du" zu entscheiden. Was Thomas Ihnen geschrieben hat, war unpolemisch und argumentativ schlüssig. Sie dagegen erwecken den Eindruck, als könnten Sie nicht von alten (liebgewonnenen ?) Feindbildern lassen, indem Sie "Genossin Sacharowa" und "Genosse Laba-Laba" schreiben. Russen scheinen für Sie die ewigen Bolschewisten zu sein. Sie hegen und pflegen Ihre Vorurteile und verwechseln das mit einem Standpunkt. Nutzen Sie die Chance, die Thomas Ihnen geboten hat. Oder machen Sie eine Chance daraus, egal wie Thomas das gemeint hat. Niemand hat Sie persönlich angegriffen. Wenn Sie sich dennoch so fühlen, dann nehmen Sie bitte die Lupe zur Hand und überprüfen, wieviel Ihre einstudierten Emotionsschemata dazu beigetragen haben! Es lohnt sich! Frohes Gelingen wünscht Ihnen Peter Q.
  • Andrew FarkasAntwort aninfo(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    info,
    Wie ich jemanden anspreche entscheide immer noch ich.
    Sonst noch eine Frage?
  • infoAntwort anAndrew Farkas(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
    Andrew Farkas, Ich bezweifle, daß Sie es sind, der diese Entscheidung trifft. Es ist ein Fremdprogramm, dem wir Menschen uns weitestgehend unterworfen haben, das uns die Entscheidungen abnimmt und unsere Lebensqualität einschränkt. Dieses Programm verlangt von Ihnen, daß Sie sich von mir bevormundet fühlen und daß Sie sich dagegen verwahren. Nicht ICH bin es, der Sie bevormundet, sondern das Programm. Was unsereins über Jahrzehnte einstudiert hat, läßt sich natürlich nicht von heut auf morgen ablegen. Aber es lohnt sich, mit der Arbeit alsbald zu beginnen.
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