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Maria Sacharowa, amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums

Nach Verstoß Ankaras gegen Open Skies: Moskau kritisiert doppelte Standards der NATO

© Sputnik/ Valeri Melnikov
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Die NATO hat bislang auf die Weigerung der Türkei nicht reagiert, Russland einen Überwachungsflug gemäß dem Vertrag über den offenen Himmel (Open Skies) zu genehmigen. Darauf wies die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag in Moskau hin.

„Interessant wäre die Reaktion der Allianz, wenn Russland während der Ukraine-Krise seinen Luftraum für Überwachungsflüge gesperrt hätte“, fragte Sacharowa. Der Versuch, den Betroffenen als Schuldigen hinzustellen, sowie ein grober Verstoß gegen internationale Abkommen – das alles sei äußerst bedauerlich.

Sacharowa erinnerte daran, dass Russland in der schwersten Phase des Ukraine-Konflikts 2014 westlichen Kollegen Überwachungsflüge entlang seiner Grenzen genehmigt hatte. „Apropos Doppelstandards: Diese Flüge verliefen reibungslos“, sagte die Sprecherin.

Anfang Februar hatte die Türkei Russland einen Beobachtungsflug über ihrem Territorium verweigert und somit gegen den Open-Skies-Vertrag verstoßen. Die Beobachtungsflüge einer Gruppe russischer Militärexperten über dem türkischen Territorium waren vom 1. bis 5. Februar geplant gewesen. Nach Ankunft der Gruppe in der Türkei und der Bekanntgabe der Flugroute teilten die türkischen Militärs mit, das Außenamt in Ankara habe die Mission untersagt.

 

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Tags:
Verstoß, Open Skies (Offener Himmel), NATO, Türkei, Russland
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