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60 Prozent der Ukrainer werden vom A/H1N1-Virus angesteckt - Experte

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Die Medizinexperten haben am Freitag bereits 32 Ansteckungsfälle mit Schweinegrippe (A/H1N1-Grippe) in der Ukraine, darunter 14 tödliche Fälle, bestätigt. Insgesamt 60 Prozent der Ukrainer werden nach Angaben des Zivilschutzes von dem neuen Virus angesteckt werden.

KIEW, 06. November (RIA Novosti). Die Medizinexperten haben am Freitag bereits 32 Ansteckungsfälle mit Schweinegrippe (A/H1N1-Grippe) in der Ukraine, darunter 14 tödliche Fälle, bestätigt. Insgesamt 60 Prozent der Ukrainer werden nach Angaben des Zivilschutzes von dem neuen Virus angesteckt werden.

Wie der ukrainische Hygiene-Chefarzt, Alexander Belowol, am Freitag auf einer Pressekonferenz mitteilte, sind die meisten Infektionsfälle vorläufig in neun westlichen Gebieten des Landes registriert worden, die Neue Influenza breitet sich jedoch auch auf andere ukrainische Gebiete aus.

Bis heute haben sich insgesamt 762 835 Ukrainer verschiedene Arten der Grippe zugezogen, es gibt 109 Tote.

Wie Alexej Gromasin, Direktor der Gesundheitsabteilung im ukrainischen Zivilschutz, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Kiew sagte, werden sich nach einer Prognose der Spezialisten rund 60 Prozent der Landeseinwohner die A/H1N1-Grippe zuziehen.

"Heute ist unsere Bevölkerung gegen diese (neue) Grippe nicht immun", sagte Gromasin.

Nach seinen Worten wird die zweite Welle der Neuen Influenza die Ukraine im kommenden Frühjahr und gegen Herbst 2010 erreichen.

Der Beamte teilte auch mit, dass das Gesundheitsministerium der Ukraine darauf bestehen würde, eine Massenimpfung unter der Bevölkerung durchzuführen. Er rechne dabei mit eventuellen Komplikationen nach der Impfung, doch "Millionen Ukrainern zuliebe" sollte man das außer Acht lassen.

An der Pressekonferenz in Kiew hat auch der Leiter der WHO-Mission in der Ukraine, Jukka Pukkila, teilgenommen. Nach seinen Worten gehen die Experten der Weltgesundheitsorganisation davon aus, dass die meisten Erkrankungsfälle in der Ukraine eben mit dem Virusstamm A/H1N1 verbunden sind.

"In den meisten Fällen der Einlieferung (der Patienten) in Krankenhäuser handelt es sich um Fälle von A/H1N1-Infektion", sagte der Experte.

Die Praxis in anderen Ländern zeigt nach seinen Worten, dass die A/H1N1-Grippe vor dem Hintergrund der Epidemie eine dominierende Rolle spielt.

Am Freitag äußerte die russische Gesundheitsministerin Tatjana Golikowa, Russland beabsichtige noch nicht, die Grenze zur Ukraine zu schließen, wo eine Grippeepidemie ausgebrochen ist, es hat aber die Hygienekontrolle an den Grenzübergängen verschärft.

Die Ministerin bestätigte, dass die Massenimpfung gegen Schweinegrippe in Russland am kommenden Montag beginnt.

In Russland sind 14 Todesfälle an A/H1N1-Grippe labortechnisch bestätigt worden.

 

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