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01:06 04 März 2015
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Moskau möchte Pompidou-Gruppe als Koordinator bei Drogenbekämpfung

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(aktualisiert 20:52 22.12.2014)
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Die Pompidou-Gruppe könnte laut dem Chef der russischen Drogenbehörde, Viktor Iwanow, zum Koordinierungsorgan für Russland und die Europäische Union bei der Drogenbekämpfung werden.

Die Pompidou-Gruppe könnte laut dem Chef der russischen Drogenbehörde, Viktor Iwanow, zum Koordinierungsorgan für Russland und die Europäische Union bei der Drogenbekämpfung werden.

„Die Aufgabe besteht darin, diese Anstrengungen zu konsolidieren, um das Einschleusen von Heroin und Kokain in unsere Staaten zu verhindern. Die Pompidou-Gruppe könnte hierbei zu einem Systemintegrator werden“, sagte Iwanow am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti.

Laut Iwanow steigt der Kokainschmuggel jährlich um 30 Prozent. Einer der Bereiche der von ihm geleiteten Behörde sei es, gemeinsam mit den europäischen Ländern einen Plan zur Bekämpfung des grenzüberschreitenden Drogenverkehrs auszuarbeiten.

Er verwies auf den am 30. März gefassten Beschluss, im Rahmen der Pompidou-Gruppe eine Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung von Vorschlägen zur Bekämpfung des Drogenverkehrs zu bilden. „Somit wird die Pompidou-Gruppe neben der Reduzierung der Drogennachfrage erstmals auch den gewaltsamen Kampf gegen den Drogenverkehr koordinieren“, so Iwanow.

Russland und Europa haben inzwischen einen Fünfjahresplan zur Bekämpfung des Drogenverkehrs aus Afghanistan konzipiert. Dafür sollen jährlich rund 100 Millionen US-Dollar ausgegeben werden.

Die Pompidou-Gruppe, die gegenwärtig 35 Staaten vereint, wurde 1971 auf Anregung des damaligen französischen Präsidenten Georges Pompidou als ein Kooperationsorgan für die Bekämpfung von Drogenmissbrauch und Drogenhandel gebildet. Die Gruppe wurde 1980 in den Europarat aufgenommen. Russland gehört der Gruppe seit Mai 1999 an.