12:18 26 Juli 2016
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Mordkomplott gegen Putin: Verdächtiger lernte Umgang mit Sprengstoff in London

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Anschlag auf Putin vereitelt (14)
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Nach den Berichten über die Vereitelung von Attentatsplänen gegen den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin kommen neue Details ans Licht: Nach Angaben des russischen Fernsehens hatte einer der mutmaßlichen Attentäter den Umgang mit Sprengstoffen in London gelernt.

Nach den Berichten über die Vereitelung von Attentatsplänen gegen den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin kommen neue Details ans Licht: Nach Angaben des russischen Fernsehens hatte einer der mutmaßlichen Attentäter den Umgang mit Sprengstoffen in London gelernt.

Er habe sich noch während seines Studiums an der University of Buckingham für Sprengwesen interessiert und den Umgang mit Sprengstoffen gelernt, sagte der Verdächtige Odam Osmajew, der sich in Untersuchungshaft in der Ukraine befindet, in einem exklusiven Interview für den Ersten Kanal des russischen Fernsehens. In London habe er zudem Extremisten kennen gelernt, die aus Russland geflüchtet waren.

„Endziel war es, nach Moskau zu fahren und zu versuchen, ein Attentat auf Premier Putin zu verüben", sagte Osmajew, der bereits 2007 wegen eines anderen Verbrechens international zur Fahndung ausgeschrieben worden war. Nach Angaben des Fernsehens hatte Osmajew die Aufgabe, die unmittelbaren Attentäter auszubilden und über Weißrussland nach Russland zu bringen. Ein detaillierter Plan des Attentats sei in Osmajews Notebook gefunden worden.

Wie es weiter hieß, hatte der Inlandsgeheimdienst FSB vor wenigen Tagen nahe einer Autostraße in Moskau, die die Hauptstadt mit dem Flughafen Vnukovo verbindet und öfters von Regierungsvertretern genutzt wird, eine Bombe entdeckt.

Am Montagmorgen hatte das russische Fernsehen berichtet, dass russische und ukrainische Geheimdienste ein Attentat auf Putin vereitelt und drei mutmaßliche Terroristen gefasst hatten. Der Anschlag sollte unmittelbar nach den Präsidentenwahlen in Russland verübt werden. Der ukrainische Geheimdienst SBU bestätigte diese Information: Die Attentäter seien im Februar in Odessa gefasst worden. Der russische Geheimdienst FSO teilte seinerseits mit, er habe bereits im Januar Information über die Attentatspläne erhalten und die erforderlichen Vorbeugungsmaßnahmen getroffen.

Putin ist seit 2008 russischer Regierungschef. Davor war er acht Jahre lang russischer Präsident. Am 4. März tritt er wieder zur Präsidentenwahl an und ist laut Umfragen haushoher Favorit.

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