17:04 27 August 2016
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Belgische Atomaufsicht findet 8000 Risse im Reaktor Doel

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Rund 8000 Risse sind bei einer Ultraschallprüfung am unteren Teil des dritten Reaktorblocks des belgischen Kernkraftwerks Doel entdeckt worden, berichten örtliche Medien am Freitag unter Berufung auf den Chef der belgischen Atomaufsichtsbehörde AFCN, Willy de Roovere.

Rund 8000 Risse sind bei einer Ultraschallprüfung am unteren Teil des dritten Reaktorblocks des belgischen Kernkraftwerks Doel entdeckt worden, berichten örtliche Medien am Freitag unter Berufung auf den Chef der belgischen Atomaufsichtsbehörde AFCN, Willy de Roovere.
 
Das AKW Doel war im Juni angesichts möglicher Risse am Gehäuse stillgelegt worden.

Ende Oktober, sobald die Ergebnisse der derzeit laufenden Inspektion vorliegen, soll die Entscheidung über die Wiederinbetriebnahme des Meilers getroffen werden, so de Roovere.

Am Donnerstag hatte die AFCN angeordnet, den zweiten Block des belgischen Kernkraftwerks Tihange aus Sicherheitsgründen abzuschalten.  Laut Experten besteht keine Gefahr für die Bevölkerung und für die Umwelt.

Eine Ultraschallprüfung von Tihange wird am 10. September durchgeführt.

Am Donnerstag hatte AFCN ein internationales Treffen von Atomexperten in Brüssel abgehalten, um sie über die Probleme bei Doel und Tihange zu informieren. Daran nahmen Vertreter Deutschlands, der Niederlande, Schwedens, Spaniens, der Schweiz, der USA und Argentiniens teil. An all diese Länder hatte die niederländische Gesellschaft Rotterdam Drydocks Reaktorbehälter der gleichen Konstruktion geliefert, wie diese in den 70er-Jahren in den AKW Doel und Tihange montiert wurden.

Die belgische Regierung hatte zuvor bestätigt, dass alle AKWs auf dem Territorium des Landes bis 2025 etappenweise stillgelegt werden. Mit der Abschaltung der Reaktoren wird 2015 begonnen.

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