12:34 24 Juli 2016
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Visum verweigert: Fidel Castros Nichte darf nicht in USA

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Die US-Behörden haben Mariela Castro, Tochter des Chefs des Staats- und des Ministerrates Kubas, Raul Castro, das Einreisevisum verweigert, wie lateinamerikanische Medien am Donnerstag meldeten.

Die US-Behörden haben Mariela Castro, Tochter des Chefs des Staats- und des Ministerrates Kubas, Raul Castro, das Einreisevisum verweigert, wie lateinamerikanische Medien am Donnerstag meldeten.

Die Direktorin des kubanischen Nationalen Zentrums für sexuelle Aufklärung (CENESEX) und Aktivistin für die Rechte Homosexueller sollte am 4. Mai auf einer Konferenz in der Universität der Künste im US-Bundesstaat Philadelphia einen Bericht über die Lage der Bürgerrechte von Schwulen und Lesben auf Kuba vorstellen. Außerdem wollte die angesehene nichtstaatliche US-Rechtsschutzorganisation Equality Forum der CENESEX-Chefin einen Preis für ihre aktive Position beim Schutz der Rechte von Lesben und Schwulen verleihen. 

„Erstmals seit elf Jahren wird einem der zahlreichen ausländischen Gäste unserer Organisation die Möglichkeit entzogen, nach Philadelphia, der Heimat der Demokratie und der heiligen Freiheiten, zu kommen“, sagte der Exekutivdirektor der Organisation, Malcolm Lazin, zu Journalisten. 

Laut Pressemeldungen hat sich das US-Außenministerium eines Kommentars zur Einreiseverweigerung für die Nichte des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro enthalten und hinzugefügt, solche Entscheidungen würden ohne Angabe von Gründen getroffen.

Mariela Castro hatte im Mai und Juni vorigen Jahres am 30. Kongress der Vereinigung für lateinamerikanische Studien (LASA) in San Francisco teilgenommen und in der Öffentlichen Bibliothek von New York eine Vorlesung gehalten. Ihr damaliger USA-Besuch löste bei vielen Senatoren große Unzufriedenheit aus. Diese verwiesen darauf, dass Vertreter der kubanischen Regierung und Mitglieder der Kommunistischen Partei Kubas laut Gesetzen aus dem Jahr 1985 kein Recht auf Einreise in die USA haben.

Mariela Castro Espin, 51, ist ordentliches Mitglied der internationalen Vereinigung für Sexuelle Gesundheit (WAS). Sie wurde vor zwei Monaten zur Abgeordneten der Nationalen Versammlung der Volksmacht (Parlament) Kubas gewählt.

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