06:46 24 August 2016
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AKW Fukushima: Radioaktivität im Grundwasser steigt auf Rekordwert

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Die radioaktive Belastung im Grundwasser nahe der Atomruine Fukushima 1 hat einen neuen Höchstwert erreicht, meldet Kyodo am Mittwoch.

Die radioaktive Belastung im Grundwasser nahe der Atomruine Fukushima 1 hat einen neuen Höchstwert erreicht, meldet Kyodo am Mittwoch. 

In Proben, die am 3. Dezember aus einem Testbrunnen nahe der Meeresküste entnommen worden waren, wurde eine Konzentration des Isotops Strontium 90 von 1,3 Millionen Becquerel pro Liter nachgewiesen. In demselben Brunnen war am 28. November bereits eine Radionuklidkonzentration von  1,1 Millionen Becquerel pro Liter festgestellt worden.   

Bei einem zulässigen Grenzwert für den Betastrahler Strontium 90 beträgt 30 Becquerel pro Liter – dieser Wert ist um mehr als das 43.000-Fache überschritten. 

Im August war im AKW Fukushima 1 der massivste Austritt von radioaktivem Wasser seit der Katastrophe im März 2011 registriert worden. 300 Tonnen verstrahlten Wassers (mit einer Strontium-Konzentration von etwa 80 Millionen Becquerel pro Liter) war aus einer Löschwasser-Zisterne ausgetreten. 

Das Komitee zur Kontrolle über die Atomkraft hatte das Leck auf Gefahrenstufe 3 der INES-Skala eingeordnet.

Das Problem des radioaktiv verseuchten Wassers bleibt in Fukushima 1 aktuell. In den unterirdischen Räumlichkeiten des Kraftwerks und den Zisternen haben sich rund 440 000 Tonnen kontaminiertes Wasser angesammelt. Laut Experten kommen weitere 15 000 Tonnen im technischen Tunnel des AKW hinzu. Täglich steigt die Menge des radioaktiven Wassers aufgrund des steigenden Grundwasserspiegels um weitere 400 Tonnen.

Am 11. März 2011 hatte eine Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im Atomkraftwerk Fukushima1 schwere Schäden angerichtet. In den Blöcken 1 bis 3 kam es zur Kernschmelze. Große Mengen an radioaktivem Material wurden freigesetzt und kontaminierten Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel. Ungefähr 100.000 bis 150.000 Einwohner mussten das Gebiet vorübergehend oder dauerhaft verlassen. Die Entsorgungsarbeiten werden voraussichtlich 40 Jahre dauern.

Japan, das keine eigenen Energieträger-Vorräte besitzt, hatte in den 1970er-Jahren entschieden, der Entwicklung der Atomenergie  den Vorrang zu geben. Nach der Nuklearkatastrophe im AKW Fukushima 1 wurden diese Pläne revidiert. Derzeit sind nur zwei der insgesamt 50 Atommeiler des Landes im Einsatz.

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