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Migranten in Presevo, Serbien

IWF schlägt Alarm: Bis zu 12 Millionen syrische Flüchtlinge erwartet

© REUTERS/ Marko Djurica
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Migrationsproblem in Europa (882)
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Ob die „Wir-Schaffen-Das“-Parolen bei den rasant steigenden Flüchtlingszahlen wohl noch realitätsnah sind? Der Internationale Währungsfonds sieht da schwarz: In nächster Zeit könnten bis zu 12 Millionen Syrer als Flüchtlinge nach Europa aufbrechen.

Laut einem aktuellen Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF), dürfte der Flüchtlingsansturm aus Syrien noch eine Weile andauern – potentiell könnten bis zu 12 Millionen Menschen zu FLüchtlingen werden, die sich dann entweder als Binnenflüchtlinge innerhalb des Landes aufhalten, sich in ihre Nachbarländer begeben oder nach Europa auswandern werden.

Die Türkei hätte seit Anfang des Bürgerkriegs in Syrien die größte Anzahl der Flüchtlinge aufgenommen – über 2 Millionen Menschen – das seien umgerechnet 47 Prozent aller Flüchtlinge oder 2,5 Prozent der Gesamtbewohnerzahl im Land. Die EU habe seit Anfang 2015 bis Oktober fast eine Million Asylanträge erhalten, was doppelt so viel ist wie im Vorjahr.

Ende November hatten sich die EU mit der Türkei auf einen Aktionsplan geeinigt, um den Flüchtlingsstrom nach Europa abzuschwächen. Im Gegenzug wurden der Türkei Finanzhilfen in Höhe von bis zu drei Milliarden Euro zugesagt.

Die Zuwanderungskrise in Europa hat sich im Zusammenhang mit dem steigenden Einwanderungsstrom aus Nordafrika, dem Nahen Osten sowie aus Zentral- und Südasien zugespitzt. Die Zahl der Flüchtlinge aus den Unruhegebieten des Nahen Ostens und Nordafrikas steigt noch immer rasant.

Laut Medienberichten sind bis Dezember bereits rund 965.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Von Januar bis Oktober 2015 sind laut der EU-Grenzschutzagentur Frontex etwa 1,2 Millionen Migranten in die EU-Länder eingereist. Experten zufolge handelt es sich um die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.

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Tags:
Migranten, Internationaler Währungsfonds (IMF), Europäische Union, Europa, Türkei
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