23:02 23 August 2016
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Russland dementiert Berichte über Lieferung von Flugabwehrraketen nach Iran

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Der russische Waffenexporteur Rosoboronexport hat Medienberichte dementiert, denen zufolge Russland bereits erste Flugabwehr-Raketensysteme Tor-M1 nach Iran geliefert hat.

JAKARTA, 25. November (RIA Novosti). Der russische Waffenexporteur Rosoboronexport hat Medienberichte dementiert, denen zufolge Russland bereits erste Flugabwehr-Raketensysteme Tor-M1 nach Iran geliefert hat.

"Diese Meldungen entsprechen nicht der Realität", sagte Nikolai Dimidjuk Delegationsleiter von Rosoboronexport bei der internationalen Waffenausstellung Indo Defence 2006 in Jakarta. Wie er äußerte, sei er erstaunt, dass diese Falschmeldungen weltweit ein derart starkes Echo ausgelöst haben. "Gegen den Iran sind ja keine Sanktionen in Kraft", sagte Dimidjuk.

Bei den Fla-Raketensystemen Tor-M1 handle es sich um "rein defensive Waffen geringer Reichweite", teilte Dimidjuk mit. "Ich verstehe nicht, warum einige Länder beim Gedanken an russische Defensivwaffen zu zittern beginnen", sagte er.

2005 hatten Russland und der Iran einen Vertrag abgeschlossen, wonach Russland 29 Fla-Raketensysteme für 700 Millionen Dollar an Iran verkaufen soll.

Bei Tor-M1 handelt es sich um ein modernisiertes Fla-System der fünften Generation, das alle Flugzeug- und Hubschraubertypen sowie Marschflugkörper und Drohnen höchst effektiv zerstören kann, aber auch im Einsatz gegen hochpräzise Raketen wirksam ist. Gegenüber den Vorläufermodellen hat das neue System einen größeren Wirkungsbereich. Die Einsatzhöhe wurde von sechs auf zehn Kilometer gesteigert. Außerdem ist das neue Fla-Raketensystem gegen ablenkende Störsignale besser geschützt.

Tor-M1 wurde bei der Luftfahrtausstellung MAKS-2005 vom Ischewsker Elektromechanischen Werk Kupol (gehört zum Konzern Almas-Antej) gezeigt.

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