01:28 30 August 2016
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USA haben 110 Millionen Dollar für „bunte“ Revolutionen ausgegeben

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Die USA haben für die „bunten“ Revolutionen in der Ukraine und Kirgisien mehr als 110 Millionen Dollar ausgegeben.

MOSKAU, 16. April (RIA Novosti). Die USA haben für die „bunten“ Revolutionen in der Ukraine und Kirgisien mehr als 110 Millionen Dollar ausgegeben.

Das geht aus dem französischen Dokumentarfilm „Revolition.com.USA - Die Eroberung des Ostens“ hervor, der jetzt im Zweiten Russischen Fernsehen gezeigt wurde.

Wie die Filmautoren feststellen, stehen die Vereinigten Staaten hinter den Machtwechseln in Serbien, Georgien, in der Ukraine und in Kirgisien. Erstmals wurden Thesen aus dem Buch „Von der Diktatur zur Demokratie“ von Gene Sharp umgesetzt, eine Art Anleitung zu einer friedlichen Revolution mit einfachen Rezepten.

Sharp selbst erklärte, dass diejenigen, die 2000 Slobodan Milosevic in Serbien stürzen wollten, seinen Ratschlägen folgten.

Im Film werden Zusammenhänge zwischen dem Machtwechsel in Serbien, Georgien, der Ukraine und Kirgisien verfolgt. „Vier gewaltlose Revolutionen, vier totalitäre Regimes, in denen die Spuren der früheren sowjetischen Macht innerhalb weniger Wochen verschwinden“, heißt es im Text des Films. „Überall wurde das gleiche Szenario angewandt: Gefälschte Wahlen, die Regierung, die sich krampfhaft an die Macht klammert und schließlich den Protestierenden nachgeben muss.“

Gerade mit der Entwicklung und Organisation der „bunten Revolutionen“, die von der US-Administration über verschiedene Stiftungen finanziert werden, befassen sich unter anderem die von US-Milliardiär George Soros finanzierte „Offene Gesellschaft“, die an der Revolution in Georgien aktiv teilnahm, das Bündnis Freedom House, die vor der Revolution in Kirgisien dort sechs Oppositionszeitungen herausgegeben hat, sowie das Internationale Republikanische Institut, das sich mit der Verbreitung der Demokratie in der Welt befasst.

Indes sind die Ideologen der Machtwechsel davon überzeugt, dass sie edlen Zielen dienen.

„Ich denke nicht, dass die Aufklärung der Menschen über Demokratie mit dem Wunsch gleichzusetzen ist, die Regierung zu stürzen“, sagte der US-Senator John McKaine, Leiter des Internationalen Republikanischen Instituts. „Ich bin davon überzeugt, dass es eines Tages auch ohne Hilfe der amerikanischen Fonds zu einem Sieg der Revolutionen in der Ukraine, Georgien und Libanon gekommen wäre.“

Nach Ansicht der Filmautoren können nahezu alle Länder der ehemaligen Sowjetunion ähnliche Szenarien erleben.

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