22:44 30 Juli 2016
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UN-Generalsekretär ruft Palästinenser zu Vereinigung auf

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KAIRO, 2. Juli (RIA Novosti). UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat Bedauern im Zusammenhang mit den Kämpfen in Palästina zum Ausdruck gebracht, die zum Zerfall der Koalitionsregierung von Fatah und Hamas führten, und das palästinensische Volk aufgerufen, die nationale und politische Einheit wiederherzustellen.

Das meldete die ägyptische Zeitung "Al-Ahram" am Montag.

"Ich bin über das Scheitern der Regierung von Fatah und Hamas äußerst betrübt und meine, dass es notwendig ist, in der gegenwärtigen Etappe Wege zur Wiederherstellung der nationalen und politischen Einheit des palästinensischen Volkes zu finden und die Politik der Aufteilung des Gaza-Streifens und des Westjordanlandes einzustellen", sagte der Generalsekretär in einem Interview mit der Zeitung.

"Ich bin der Auffassung, dass wir dem palästinensischen Volk das Recht einräumen müssen, selbständig zu entscheiden, ob neue Parlamentswahlen in der heutigen Etappe notwendig sind und ob sie helfen werden, die Krise zu überwinden", sagte der Generalsekretär.

Wie er ferner sagte, bedeutet die Wiederaufnahme der Finanzhilfe für Palästina durch die EU und Washington nach der Bildung der neuen Regierung mit Salam Fayad an der Spitze, dass die Weltgemeinschaft das palästinensische Ministerkabinett unterstützt und hofft, dass die neue Führung der Autonomie die Krisensituation überwinden kann.

Die Anfang Juni im Gaza-Streifen ausgebrochenen Zusammenstöße zwischen Anhängern von Fatah und Hamas forderten das Leben von über 100 Palästinensern.

Dem folgten die Verhängung des Ausnahmezustandes und die Entlassung der Koalitionsregierung, gebildet von rivalisierenden Bewegungen, unter der Leitung Ismail Hanias, eines der Spitzenvertreter der Hamas-Bewegung.

PNA-Chef Mahmud Abbas vereidigte am 17. Juni die neue Regierung unter der Leitung des Ex-Finanzministers Salam Fayad. Dabei erklärte er alle bewaffneten Strukturen, die sich der Hamas-Bewegung unterordnen, als außerhalb des Gesetzes stehend und beschuldigte die Islamisten einer bewaffneten Meuterei.

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