01:22 27 August 2016
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Israel verhindert Transport humanitärer Hilfsgüter in Gaza-Streifen

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KAIRO, 17. Juli (RIA Novosti). Israel hat einer Lkw-Kolonne mit humanitären Hilfsgütern für die Palästinenser die Durchfahrt an der Kontrollstelle Kerem Shalom an der Grenze zwischen Ägypten, Israel und den Palästinensergebieten verwehrt.

Das berichtet die ägyptische Agentur MENA am Dienstag.

Die Hilfsgüter sollten im Rahmen des UN-Welternährungsprogramms in die Palästinensergebiete gebracht werden.

Mindestens 15 mit Mehl beladene Kraftwagen mit der Markierung WFP waren am frühen Dienstagmorgen am Grenzübergang Kerem Shalom unweit von der seit einem Monat geschlossenen Kontrollstelle Rafah eingetroffen, um in den Gaza-Streifen einzureisen.

Vor Ort stellte es sich heraus, dass die israelische Seite die Durchfahrt der Autokolonne ins palästinensische Territorium auf Grund einer fehlenden vorläufigen Abstimmung verboten hat.

Die mit Mehl beladenen Fahrzeuge mussten vorerst zum Güterlager zurückkehren, bis die notwendige Abstimmung erzielt und eine diesbezügliche Genehmigung erteilt wird.

Das UN-Welternährungsprogramm, das derzeit den Palästinensern dringende humanitäre Hilfe erweist, hat sich verpflichtet, rund 2544 Tonnen Mehl sowie Zucker und andere Lebensmittel in die Palästinensergebiete zu liefern.

Zuvor waren bereits rund 650 Tonnen Mehl über Kerem Shalom in den Gaza-Streifen gebracht worden.

Die Kontrollstelle Rafah war vor einem Monat wegen der instabilen Situation im Gaza-Streifen geschlossen worden, als es zu Feindseligkeiten zwischen den Bewegungen Fatah und Hamas gekommen war und die palästinensischen Islam-Radikalen die Macht im Gaza-Streifen an sich gerissen hatten.

An der Grenze zwischen Ägypten und den Palästinensergebieten haben sich mehrere tausend Palästinenser angesammelt, die auf die Einreisegenehmigung in den Gaza-Streifen warten.

Hilfsgüter für die Palästinenser sind bis jetzt über den Grenzübergang Kerem Shalom gebracht worden.

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