07:03 28 August 2016
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Castro warnt: Israels Angriff auf Iran ohne US-Zustimmung möglich

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Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro, der einen globalen Konflikt wegen der Iran-Krise mehrmals prophezeit hat, erklärt, warum seine Befürchtungen keineswegs übertrieben seien.

Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro, der einen globalen Konflikt wegen der Iran-Krise mehrmals prophezeit hat, erklärt, warum seine Befürchtungen keineswegs übertrieben seien.

Wer ihm übermäßigen Pessimismus vorwerfe, wisse zu wenig, betonte Castro am Sonntag vor den Gästen einer Fernsehdiskussion.

Im Hinblick auf Medienberichte, Atomwaffen stünden dem Iran nach US-Angaben frühestens in einem Jahr zur Verfügung, sagte Fidel: „Israel findet es auf jeden Fall schrecklich, dass die Iraner knapp vor dem Atomwaffenbesitz stehen. Selbst wenn die Iraner diese Waffen erst in drei Jahren bekommen, ist das für die Israels unerträglich. Und das wird für Israel ein Anlass zum Angriff sein, wenn der Iran davor nicht von den Yankees angegriffen wird“. 

Israel werde die USA über den Beginn seines Militäreinsatzes nicht unbedingt im Voraus informierten: „Israel will die USA bloßstellen“. Möglicherweise komme es wirklich zu einem „tragischen Ende“.

Wie es weiter gehe, hänge von US-Präsident Barack Obama ab: „Er hält den Finger weiter am Abzug und hat wenig Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Wollen wir handeln, um das zu vermeiden“. Unter anderem könnten Russland und China laut Castro zu einer Regelung wesentlich beitragen: „Wenn sie sich vereinigen, um Obama deutlich zu sagen, dass er in der Lage ist, diesen Konflikt zu vermeiden, kann die Überzeugungskraft riesig sein“.

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