09:53 31 August 2016
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Putin sieht Haft für WikiLeaks-Boss als Rückschlag für Demokratie an - MEHR

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WikiLeaks veröffentlicht Geheimdokumente des US-Außenamtes (107)
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Die Festnahme des WikiLeaks-Gründers Julian Assange zeugt laut dem russischen Regierungschef Wladimir Putin von Demokratie-Defiziten.

Die Festnahme des WikiLeaks-Gründers Julian Assange zeugt laut dem russischen Regierungschef Wladimir Putin von Demokratie-Defiziten. 

So kommentierte Putin die von der Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlichten Geheimdepeschen von US-Diplomaten, in denen unter anderem die Lage der Demokratie in Russland kritisiert wird. 

„Wenn Demokratie, dann völlige“, sagte Putin am Donnerstag, nach Gesprächen mit seinem französischen Amtskollegen Francois Fillon in Moskau. „Warum hat man denn Herren Assange hinter schwedische Gardinen gebracht?“. Man sollte zuerst unter dem eigenen Teppich kehren, sagte Putin, womit er „den Ball an seine amerikanischen Kollegen zurückgeben“ wolle.

Nachdem WikiLeaks vor einer Woche mit der Veröffentlichung geheimer Korrespondenzen von US-Diplomaten begonnen hat, steht der Gründer der Webseite Assange zunehmend unter Druck. Am Montag wurde sein Konto in der Schweiz gesperrt. Zudem kündigten die Zahlungssysteme Mastercard, Visa, PayPal und Postfinance Accounts der Enthüllungsplattform.

Am Dienstag wurde WikiLeaks-Boss verhaftet, nachdem er sich freiwillig der Polizei gestellt hatte. Die britische Justiz will den Auslieferungsantrag Schwedens prüfen, wo der 39-Jährige beschuldigt wird, vier Sexualverbrechen begangen zu haben. Assange weist die Vorwürfe zurück. Ein Londoner Gericht hat seine Freilassung gegen Kaution abgelehnt.

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