11:40 31 Juli 2016
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US-Senator McCain für militärische Einmischung in Syrien

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Nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes in Libyen ist es nach Ansicht des US-Senators John McCain an der Zeit, eine militärische Einmischung in Syrien zu überlegen.

Nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes in Libyen ist es nach Ansicht des US-Senators John McCain an der Zeit, eine militärische Einmischung in Syrien zu überlegen.

„Man sollte nicht glauben, dass dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Massenmorde verziehen werden“, sagte er am Weltwirtschaftsforum für den Nahen Osten in Jordanien.

„Aus den Reihen der Opposition sind die Aufrufe zu einer militärischen Einmischung in dieser oder jener Form immer lauter  zu hören“, sagte er. „Wir hören diese Hilferufe und arbeiten mit dem oppositionellen Nationalrat zusammen.“

Die Erklärung des US-Senators bildet einen Teil des sich verstärkenden westlichen Drucks auf die Regierung Syriens. Am selben Tag riefen die Top-Politiker der 27 EU-Länder Präsident Assad auf, sein Amt niederzulegen, und bekundeten ihre Absicht, ihre Sanktionen gegen Damaskus zu verstärken, „ wenn die Repressalien gegen die Zivilbevölkerung nicht eingestellt wird“.

Indessen äußert sich eine Mehrheit der syrischen Bevölkerung, darunter auch die oppositionell eingestellt, gegen eine Einmischung von außen her. Diese Position teilt auch Russland: In Syrien soll das libysche Szenario nicht wiederholt werden, wo unter dem Vorwand des Schutzes der Zivilbevölkerung Kampfhandlungen aufgenommen wurden, die im Endeffekt über den Rahmen der Resolution des Uno-Sicherheitsrates hinaus gegangen sind.

Laut Uno-Angaben beläuft sich die Zahl der Opfer der seit sieben Monaten andauernden Aktionen der Regierungsgegner auf  mehr als 3 000. Syrische Behörden sprechen indessen von mehr als 1 500 Toten auf beiden Seiten, darunter von mehr als 1 100 Toten auf der Seite der Rechtsschutzkräfte.

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