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10:16 21 April 2015
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Türkei gibt sich grünes Licht für Kampfhandlungen in Syrien

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(aktualisiert 20:53 22.12.2014) Zum Kurzlink
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Dem türkischen Premier Tayyip Erdogan zufolge räumt sich Ankara das Recht ein, die Kämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) nicht nur auf dem eigenen Territorium, sondern auch in Syriens Nordgebieten zu verfolgen, teilte AFP unter Berufung auf türkische Medien am Donnerstag mit.

Dem türkischen Premier Tayyip Erdogan zufolge räumt sich Ankara das Recht ein, die Kämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) nicht nur auf dem eigenen Territorium, sondern auch in Syriens Nordgebieten zu verfolgen, teilte AFP unter Berufung auf türkische Medien am Donnerstag mit.

Die PKK, die von der Uno und der EU als Terrororganisation eingestuft wurde, strebt seit mehr als 25 Jahren eine kurdische Autonomie im Südosten der Türkei an. Laut türkischen Medien soll Damaskus den PKK-Kämpfern einige Nordgebiete Syriens überlassen haben.

„Die Kräfte des Regimes von Assad haben sich jetzt in Damaskus konzentriert, sie sind dort und zum Teil bei Latakia (im Nordwesten) blockiert. Im Norden haben sie fünf Provinzen den Kurden und ihrer Terrororganisation übergeben“, sagte Erdogan dem Fernsehsender TV24.

Dem türkischen Premier zufolge behält sich Ankara das Recht vor, die kurdischen Separatisten auf dem syrischen Territorium weiter zu verfolgen, falls die Kurden sich unakzeptable Handlungen auf dem türkischen Territorium anmaßen sollen.

„Das steht nicht einmal zur Diskussion, das ist offensichtlich. Das ist eine Mission, die wir erfüllen müssen“, erklärte Tayyip Erdogan.

Wie der türkische Premier weiter sagte, betreibt Ankara nach dem Abschuss eines türkischen Kampfflugzeuges am 22. Juni durch die syrische Luftabwehr eine neue Politik, die unter anderem auch eine Revision gegenseitiger Vereinbarungen mit Syrien vorsieht.

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