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„Kommersant“: Bewaffneter Konflikt zwischen Türkei und syrischen Kurden bahnt sich an

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Unruhen in Syrien (3838)
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Der Konflikt in Syrien hat zur Zuspitzung einer weiteren alten Konfrontation in der Region geführt, stellt die Tageszeitung „Kommersant“ am Freitag fest. Die syrischen Kurden haben mit Unterstützung von irakischen Kurden und Kämpfern aus der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) den Nordosten Syriens unter ihre Kontrolle genommen. In Erwiderung darauf bereitet Ankara eine militärische Intervention ins Nachbarland vor, um die Positionen der kurdischen Separatisten zu schwächen.

Der Konflikt in Syrien hat zur Zuspitzung einer weiteren alten Konfrontation in der Region geführt, stellt die Tageszeitung „Kommersant“ am Freitag fest. Die syrischen Kurden haben mit Unterstützung von irakischen Kurden und Kämpfern aus der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) den Nordosten Syriens unter ihre Kontrolle genommen. In Erwiderung darauf bereitet Ankara eine militärische Intervention ins Nachbarland vor, um die Positionen der kurdischen Separatisten zu schwächen.

„Bisher haben die türkischen Behörden nur von einer Präsenz von Extremisten aus der PKK im Irak gesprochen, wo sie auch regelmäßig Militäroperationen unternommen hatten. Von einem ähnlichen Problem in Syrien spricht Ankara zum ersten Mal. Laut türkischen Medien fand am Donnerstag eine dringende Beratung der höchsten Militär- und Zivilbeamten der Türkei statt. Vermutlich wurde in der Sitzung die Vorbereitung einer Operation der türkischen Armee gegen die kurdischen Separatisten auf dem Territorium Syriens behandelt.“

„Die Türkei, deren Führung gegen das Regime von Baschar al-Assad auftritt und dem Syrischen Nationalrat Unterschlupf geboten hatte, könnte nach Ansicht von Experten zu einem Bindeglied zwischen der syrischen Opposition und der größten syrischen Minderheit, den Kurden (23 Millionen bzw. neun Prozent der Bevölkerung), werden und diese dazu zu bewegen, auf die Seite der Revolution überzugehen. Nach Angaben des ‚Kommersant’ verbinden aber die größten Kurdenorganisationen Syriens ihre Zukunft nicht mit dem Syrischen Nationalrat, sondern träumen davon, mit Unterstützung ihrer Gesinnungsgenossen im Irak und in der Türkei ein autonomes West-Kurdistan auf dem Territorium Syriens mit der Hauptstadt Afrin ausrufen zu können. Unabhängig davon, wie die Syrien-Krise zu Ende geht, haben die Kurden bereits ihre Kräfte zusammengeschlossen und ihre Positionen sowohl im Kampf gegen das Regime von Baschar al-Assad, als auch im Krieg gegen die türkischen Behörden gefestigt.“

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