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13:12 25 Januar 2015
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Nach „Spiegel“-Interview: Vizepremier Rogosin warnt Kudrin vor Militarisierungs-Rhetorik

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(aktualisiert 20:53 22.12.2014)
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Ex-Finanzminister Alexej Kudrin läuft laut Vizepremier Dmitri Rogosin Gefahr, durch wiederholte Äußerungen über eine Militarisierung Russlands dem „Westen in die Hände zu spielen“.

Ex-Finanzminister Alexej Kudrin läuft laut Vizepremier Dmitri Rogosin Gefahr, durch wiederholte Äußerungen über eine Militarisierung Russlands dem „Westen in die Hände zu spielen“. 

Kudrin, der noch als Finanzminister gegen eine Erhöhung der Rüstungsausgaben aufgetreten war, gewährte am Dienstag dem „Spiegel“ ein Interview, in dem er betonte, nicht zuletzt das Wettrüsten sei schuld am Zerfall der Sowjetunion gewesen.

Wie der Ex-Minister sagte, hatte das Land damals viele Panzer und Kampfflugzeuge produziert, während die Menschen mit Lebensmittelkarten Schlange standen.

Diesen Fehler dürfe man nicht wiederholen, führte Kudrin aus.

„Was bringt es Herrn Kudrin, dem Westen in die Hand zu spielen und die grundsätzlich falsche Behauptung über die ‚Militarisierung Russlands’ zu wiederholen?“, twitterte Rogosin.

Gegenwärtig erneuere Russland in jedem Rüstungsbetrieb die technologischen Ausrüstungen auch für die Produktion von konkurrenzfähigen Zivilerzeugnissen, so dass die Rüstungsindustrie tatsächlich Lokomotive der gesamten Wirtschaft des Landes und Garant ihrer fortschreitenden Entwicklung sei. „Nichts gegen Kritik an den Handlungen des ‚Verteidigungsblocks’ in der Regierung – aber ich bitte Sie, nicht zu unken“, so der Vizepremier.

„Meine Antwort an Kudrin ist einfach: Wer die eigene Armee nicht ernähren will, wird eine fremde Armee ernähren“, fügte Rogosin hinzu.