10:52 29 August 2016
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Putin schließt neue legale Waffenlieferungen an Assad nicht aus

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Präsident Wladimir Putin hat beim G8-Gipfel russische Waffenlieferungen an Syrien gerechtfertigt und neue Deals mit der Regierung in Damaskus nicht ausgeschlossen.

Präsident Wladimir Putin hat beim G8-Gipfel russische Waffenlieferungen an Syrien gerechtfertigt und neue Deals mit der Regierung in Damaskus nicht ausgeschlossen.

„Wir liefern Waffen nach legalen Verträgen an die legale Regierung von Präsident Assad“, sagte Putin auf einer Pressekonferenz in Lough Erne. Wenn neue Verträge geschlossen werden sollten, „werden wir weiter liefern“… „Wir denken, dass unser Standpunkt aus moralischer und juristischer Sicht absolut stichfest ist“, sagte Putin.

Zugleich warnte Putin die europäischen Staaten vor Waffenlieferungen an die Rebellen in Syrien, die seit mehr als zwei Jahren blutige Gefechte mit der Regierungsarmee liefern. Dabei erinnerte er an die bestialische Ermordung eines britischen Soldaten in London. „In der syrischen Opposition gibt es sehr viele Verbrecher wie jene, die den grauenhaften Mord in London begangen haben. Wollen die Europäer diese Menschen mit Waffen versorgen? Wo werden diese Waffen dann landen? Womöglich wieder in Europa?“, so der russische Staatschef. „Wir rufen unsere Partner auf, gründlich nachzudenken, bevor sie diesen sehr gefährlichen Schritt tun.“

In Syrien dauern seit März 2011 schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen an. Laut den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten mehr als 90 000 Menschen getötet worden. Die Opposition, die von westlichen Staaten unterstützt wird, will Präsident Baschar al-Assad zum Rücktritt zwingen und lehnt Friedensverhandlungen mit den Machthabern ab. Nach Darstellung der Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen.

Westliche Staaten kritisieren Moskau wegen Waffendeals mit dem Assad-Regime und erwägen eine Aufrüstung der Rebellen. Russland liefert nach eigenen Angaben nur Luftverteidigungssysteme an Syrien. Damit werden Verträge erfüllt, die noch vor dem Beginn des Syrien-Kriegs geschlossen worden sind.

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